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niederlande / deutschland / Österreich / anarchistische bewegung / interview Tuesday July 30, 2019 18:01 bydie plattform

Wir haben dem re:volt Magazine ein Interview gegeben! Lest mal rein:

Die deutschsprachige anarchistische Bewegung ist fragmentiert und wenig wahrnehmbar. So sehen es zumindest die Aktivist*innen der Plattform. Diese wollen nun eine verbindlichere Organisierung des deutschsprachigen Anarchismus schaffen und führen zu diesem Zweck eine bundesweite Info-Tour durch. Grund genug den Genoss*innen die Möglichkeit zur Vorstellung ihres Konzepts zu geben.

Jan [re:volt]: Hallo liebe Genoss*innen. Stellt doch mal kurz vor, worum es nun bei eurem neuen Projekt geht. Warum muss sich aus eurer Sicht eine anarchistische Bewegung in Deutschland reorganisieren? Warum soll das mit dem Konzept der Plattform [1] geschehen und welche Kritik steht am Gegenwartsanarchismus dahinter?

Die Plattform: Hallo Jan, erstmal vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews. Die anarchistische Bewegung im deutschsprachigen Raum muss sich unserer Meinung nach reorganisieren, da es trotz des wachsenden Interesses am Anarchismus in der Bevölkerung keine signifikante Stärkung speziell des organisierten Anarchismus gibt. Parallel dazu gibt es, im Vergleich zu den letzten Jahren, soziale Bewegungen, die Massen auf die Straße bringen.Fridays for Future, die Kämpfe um den Hambacher Forst und generell gegen den Braunkohleabbau, gegen die neuen Polizeigesetze, für eine Seebrücke nach Europa, gegen den Rechtsruck, gegen Gentrifizierung und Verdrängung, oder auch der feministische Streik am 8. März sind nur einige Beispiele. Dennoch schafft es die anarchistische Bewegung nur sehr unzureichend, ein wahrnehmbarer Teil in den meisten dieser Kämpfe zu sein. Das liegt unserer Meinung nach nicht allein an unserer zahlenmäßigen Schwäche, sondern eben auch an zahlreichen Unzulänglichkeiten in der Bewegung selbst. Einerseits ist es nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen, dass große Teil der Menschen, die sich als „Anarchist*innen” bezeichnen, sich nicht dauerhaft organisieren wollen, oder sogar formale Organisierung generell ablehnen. Neben dieser problematischen Haltung dominieren weitere fehlerhafte Konzepte, wie z.B. ein falsch verstandenes Konzept der Autonomie, eine Haltung zur Gesellschaft, die von Isolation und nicht von einem Kampf innerhalb der Gesellschaft geprägt ist, sowie zur Revolution, welche eher einer generellen Aufgabe gleichkommt, als die Zuversicht in die Kraft unserer Ideen. Aus all diesen Aspekten folgt dann eine allgemeine Strategielosigkeit, Beliebigkeit und Profillosigkeit, Unzuverlässigkeit und eine weitgehende öffentliche Unsichtbarkeit, wie schlechte Außenwirkung. In unserem Grundsatzpapier könnt ihr Weiteres dazu finden.

Es geht uns nicht darum, die seit vielen Jahren andauernde positive Entwicklung im deutschsprachigen Anarchismus zu ignorieren. Die anarchosyndikalistische Freie Arbeiter*innen Union ist gewachsen, hat ihr Gewerkschaftsprofil geschärft und schafft es mittlerweile, kleine Arbeitskämpfe zu führen und diese teilweise auch zu gewinnen. Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen hat verstreut existierende anarchistische Kleingruppen gesammelt und einen überregionalen Raum des Austauschs geschaffen. Das hat unter anderem dazu geführt, dass anarchistische Gruppenprojekte nun deutlich langlebiger existieren, sowie auf geringem Niveau kontinuierlich arbeiten. Es sind bundesweit in den letzten Jahren neue anarchistische Anlauforte entstanden, welche meist den Anspruch haben, offene Räume für das Viertel, in dem sie angesiedelt sind, zu sein. Wir wollen aus der langsamen, aber kontinuierlichen Aufbauarbeit der letzten Jahre nun eine neue, anspruchsvolle, anarchokommunistische Föderation aufbauen, welche die Bewegung inhaltlich, analytisch, strategisch, und vor allem in der sozialen Einmischung [2] in soziale Kämpfe voran bringt.

Jan [re:volt]: Aus der autonomen Linken kommt ja nun seit einigen Jahren ebenfalls die selbstkritische Feststellung, dass man aus der Subkultur in die gesellschaftliche Auseinandersetzung müsse. Diese Tendenz unterstreicht ihr mit der Orientierung auf eine Neuorganisierung im deutschsprachigen Anarchismus ja nun auch. Wie erklärt ihr es euch, dass die radikale Linke sich trotz der Selbstkritik immer noch praktisch sehr schwer tut, eine Neuausrichtung zu vollziehen?

Die Plattform: Das hat natürlich viele Gründe und Ursachen und es sind, wie du schon angedeutet hast, viele spannende Texte, Analysen und Aufrufe dazu in den vergangenen Jahren erschienen. Ein Kernpunkt ist sicherlich, dass die radikale Linke sich in einer Art „Szenerealität” eingerichtet und gemütlich gemacht hat. Da nun wieder heraus zu kommen, ist unglaublich schwer. Das Sein bestimmt immerhin das Bewusstsein. Wenn also erhebliche Teile der Linken den Großteil ihrer Zeit in Szeneräumlichkeiten verbringen, über Subkultur politisiert wurden und sich noch in dieser bewegen; wenn sie weiterhin recht jung und studentisch geprägt sind, ist es natürlich schwer grundsätzliche Veränderungen zu erreichen. Außerdem fällt es großen Teilen der Linken weiterhin schwer, sich die „Hände schmutzig zu machen“. Ja, diese Gesellschaft ist in Teilen autoritär geprägt und ja, in jeder sozialen Bewegung gibt es viele Akteur*innen mit einer reformistischen bzw. teilweise auch reaktionären „Kapitalismuskritik“, oder anderen aus unserer Perspektive problematischen Ansichten.

Die soziale Revolution erreichen wir aber nur mit einem Großteil der Gesellschaft. Wir erreichen sie nur, wenn wir um jeden Meter kämpfen, wie es zum Beispiel die radikale Linke in Frankreich in der heterogenen „Gelbwesten”-Bewegung tut, die man ja durchaus auch strittig sehen kann. Ob die Einmischung in eine soziale Bewegung dann erfolgreich ist, bleibt die Frage stetiger Analyse. Auch innerhalb der Plattform wird hierzu stets und immer wieder diskutiert werden. Es bleibt notwendig, die Frage nach der Zusammensetzung und den Zielen einer „Bewegung” immer wieder zu stellen und zu evaluieren. In jedem Falle handelt es sich bei der sozialen Einmischung in Bewegungen um eine der Kernstrategien unserer Initiative. Wir betrachten sie als geeignetes Mittel, um aus unserer aktuellen Schwäche heraus zu kommen. Das erklärte Ziel ist, unsere Szenrealität zu überwinden und innerhalb der Gesellschaft so zu wirken, dass wir die Menschen erreichen, statt sie zu verschrecken.

Jan [re:volt]: Der Plattformismus nach Nestor Machnow, auf den ihr euch beruft, wurde ja historisch in der anarchistischen Bewegung auch von führenden Theoretiker*innen der Bewegung immer wieder scharf als „Anarcho-Bolschewismus” diffamiert. In Deutschland ist das Konzept in der Form ja nun auch etwas Neues, da es abseits der anarchosyndikalistischen FAU ja immer nur sehr begrenzte anarchistische Organisierungstendenzen gab. Viele Anarchist*innen finden und fanden sich eher inautonomen Kleingruppen oder Hausprojekten zusammen. Wie sind denn da in der gegenwärtigen Debatte die Rückmeldungen aus der Bewegung auf eure Initiative?

Die Plattform: Aufgrund der historischen aber auch aktuellen Diffamierungen gegen den Plattformismus haben wir eigentlich mit deutlich mehr Gegenwind gerechnet. Natürlich bekommen wir einiges an Kritik ab, aber das meiste ist solidarischer Natur. Generell ist es so, dass unser Ansatz in der anarchistischen Bewegung gerade weite Kreise zieht. Wir haben das bereits im Vorfeld vermutet. Aufgrund des eher kontroversen Vorschlags, aber auch, weil wir ihn sehr ambitioniert und groß angekündigt hatten und in die Debatte bringen. Um so erfreulicher ist es, dass wir neben der vielen, für uns sehr wichtigen, solidarischen Kritik auch unheimlich viel Zuspruch erhalten. Die Allermeisten stimmen mit unserer Kritik an der Bewegung überein, auch wenn sie vielleicht nicht die gleichen Schlüsse daraus ziehen wie wir. Wir haben den Eindruck, dass ein nicht zu unterschätzender Teil der Bewegung genau einen solchen ernsthaften Ansatz, wie wir ihn vorschlagen, herbei gesehnt hat. Wir bewirken schon jetzt, dass es eine breite Diskussion innerhalb der Bewegung gibt und einzelne Genoss*innen, die sich bisher nicht organisiert haben, oder frustriert waren von bisherigen Erfahrungen, nun wieder Hoffnung schöpfen. Für uns ist es eine wirklich großartige Erfahrung, das so mitzuerleben und Teil eines gewissen Aufbruchs zu sein.

Jan [re:volt]: Um eure Idee zu verbreiten, macht ihr ja gerade eine bundesweite Infotour. Habt ihr da bislang den Eindruck, dass eure Idee auch abseits der üblichen anarchistischen Gruppierungen, etwa bei postautonomen Antifa-Gruppen, auf Anklang stößt? Wenn nein, wie erklärt ihr euch das?

Die Plattform: Dieser Effekt ist leider aktuell noch ziemlich begrenzt. Im Vorfeld haben wir uns schon gedacht, dass unser Ansatz auch interessant für z.B. frustrierte Kommunist*innen ist, die einer autoritären Organisierung abschwören wollen, aber bisher keine Alternative für sich gesehen haben. Das ist allerdings bislang noch nicht eingetreten. Die Diskussion läuft wirklich zum Großteil in der anarchistischen Bewegung ab, was sich auch bei den Teilnehmenden der Veranstaltungen niederschlägt. Woran das liegt? Vielleicht einfach generell daran, dass andere Teile der Linken oft Diskussionen und Anregungen, die aus der anarchistischen Bewegung kommen, eher ignorieren oder gar nicht erst mitbekommen. Wir werden sehen, was die Zukunft in dieser Frage bringt, wenn wir Stück für Stück präsenter werden. Ein Beginn ist ja vielleicht dieses Interview?

Jan [re:volt]: Ihr betreibt ja eine recht scharfe Abgrenzung zu anderen Teilen der Linken. Beispielhaft wenn ihr von „autoritären Organisierungen” sprecht. Da dürfte es ja einer breiteren Linken, oder auch „frustrierten Kommunist*innen” schwer fallen, sich bei euch wieder zu finden. Warum eine derart scharfe Abgrenzung? Zieht ihr damit nicht vielleicht unnötig Hürden in möglicher Bündnispolitik oder gegenüber möglichen Interessent*innen?

Die Plattform: Zunächst müssen wir anmerken, dass die Plattform nicht als Massenorganisation konzipiert ist. Uns ist bewusst, dass erhebliche Teile der anarchistischen Bewegung und noch größere Teile der übrigen Linken, sich nicht bei uns wieder finden werden; sondern eben nur ein gewisser Teil, den wir bewusst erreichen und ansprechen wollen. Das sind vor allem Menschen, welche sich in der inhaltlichen, strategischen, organisatorischen und praktischen Linie sehen, die wir aufgemacht haben. Wir ziehen diese „Hürden”, weil wir denken, dass ein einheitliches Vorgehen innerhalb einer Organisierung vor allem über geteilte Grundsätze und gemeinsame Vorstellungen funktioniert. Je breiter ein Ansatz inhaltlich und auf allen anderen Ebenen aufgestellt ist, desto schwieriger wird es werden, eine gemeinsam geteilte Linie oder Grundsätze zu verfolgen. Oder aber der kollektiv getroffene Grundsatz fällt schlussendlich so schwammig und beliebig aus, dass sich alle irgendwie damit abfinden können, aber niemand richtig dafür einstehen will. Wir denken auch, dass ein klares Profil unsererseits eher eine Stärke in der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Bewegungen darstellt. Diejenigen, die sich mit uns freundschaftlich verbunden fühlen, wissen, woran sie bei uns sind. Andersherum gedacht, können wir klare Rahmen und Vorstellungen an eine Zusammenarbeit kommunizieren.

Soweit aber erstmal für unser eigenes Organisierungsverständnis. Wie sieht es nun aber mit der Bündnispolitik aus? Unsere Verbündeten, vor allem außerhalb der anarchistischen Bewegung, werden wir in Zukunft vor allem im praktischen Kampf finden. Unsere Motivation, sich in irgendwelchen linken Einheitsbündnissen den Arsch platt zu sitzen, um dann irgendwann einen für alle Seiten total verwässerten Minimalkonsens zu erreichen, ist relativ gering. Vielmehr werden wir mit allen nicht-autoritären Ansätzen, auf die wir in den sozialen Bewegungen treffen, ehrlich und auf Augenhöhe zusammen kämpfen. Aus solchen praktischen Verbindungen des Kampfes kann sich dann sicherlich durchaus auch mehr ergeben. Denjenigen aber, welche in sozialen Bewegungen agieren, um die „Schafsherde” ihrer jeweiligen Partei oder Organisation zu vergrößern, die versuchen soziale Bewegung in autoritärer Weise zu beeinflussen oder gar zu übernehmen, gilt unser erbitterter Widerstand. Das gilt unabhängig von der Weltanschauung. Leider finden sich im linken Spektrum eine Vielzahl an Gruppierungen und Parteien wieder, welche nicht an der Selbstorganisation der Massen innerhalb der Gesellschaft und der sozialen Bewegungen interessiert sind, sondern an der Unterordnung eben dieser unter ein oftmals obskures Programm der Herrschaft. Wir haben also kein großes Interesse an klassischer Bündnisarbeit. Wir wollen für unsere gemeinsamen Interessen als lohnabhängige Klasse zusammen kämpfen – innerhalb von sozialen Bewegungen, und auch über Unterschiede hinweg.

Jan [re:volt]: Eure Initiative gründet sich ja nun vor dem Hintergrund sich verschärfender gesellschaftlicher Verhältnisse. In eurem Gründungsdokument habt ihr dem gesellschaftlichen Rechtsruck ein eigenes Kapitel gewidmet. In diesem macht ihr unter anderem wachsende soziale Probleme, einen aktivierten Rassismus anhand der Flüchtlingsfrage und auch einen wachsenden Legitimitätsverlust des politischen Systems als mögliche Hauptursachen aus. Welche praktischen Konsequenzen zieht ihr daraus?

Die Plattform: Zum einen formulieren wir eine klare und konkrete Analyse der politischen Ökonomie, die eine Analyse der Weltmarktkonkurrenz und der daraus erwachsenden wirtschaftlichen Ungleichheit einschließt. Wir werden versuchen, diese Analyse einem immer breiteren „Publikum” zukommen zu lassen, um so Bewusstsein für das falsche „Jetzt” und die Klasse, das heißt Klassenbewusstsein zu gewinnen. Das ist für uns eine der Grundvoraussetzungen für gesellschaftliche Veränderung. Der grassierende Rassismus ist aus unserer Sicht da ähnlich zu behandeln. Wer über Klassenbewusstsein verfügt, ist weniger empfänglich für menschenfeindliche Ideologien. Personen, denen grundlegende Systematiken bewusst sind, zeigen sich immunisierter gegen den rassistischen Wahn, gegen die Suche nach „Sündenböcken” in Form von vemeintlich „Fremden” oder „Anderen”.

Der Aspekt des zunehmenden Vertrauensverlusts in das Bestehende wirft unserer Meinung nach zentral die Frage auf: Wendet sich dieser reaktionär oder progressiv? Erstere Wendung gilt es zu bekämpfen, letztere gilt es zu unterstützen. Hierzu zählt zum Beispiel die Unterstützung von konkreten sozialen Kämpfen. Vom Kiez über den Stadtteil, von der Stadt, bis in die Welt. Konkret sind das die Kämpfe von Lohnarbeiter*innen, von Mieter*innen, von Armut Bedrohten oder Betroffenen, oder auch von Menschen, welche von menschenfeindlichen Ideologien, wie Rassismus oder Antisemitismus betroffen sind. Kurzum: „Wir wollen da sein, wo es brennt!”
Anmerkungen:

[1] Eine anarchistische Richtung die sich auf den Text „Organisationsplattform der Allgemeinen Anarchistischen Union” beruft, der 1926 von einer Gruppe russischer Anarchist*innen im Exil veröffentlich wurde. Mit Blick auf die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit und organisatorische Schwäche der anarchistischen Bewegung wollte dieser Ansatz eine neue, verbindliche Organisierung der Bewegung erreichen. Grundlage dafür sollten theoretische und praktischer Einheit, kollektiver Verantwortung und eine förderalen Struktur sein.

[2] Der Begriff stammt aus dem Especifismo. einer Richtung des Anarchismus mit Schwerpunkt auf einer „spezifischen, anarchistischen Organisation”. Sie enstand ab 1956 in der „Federación Anarquista Uruguaya” und ist heute ein verbreitetes Organisationsmodell der anarchistischen Bewegung in Lateinamerika. Sie ähnelt dem Plattormismus in vielen Punkten. Ihre zentrale Taktik ist die Soziale Einmischung, die offene Beteiligung von Anarchist*innen an breiten sozialen Bewegungen und Klassenkämpfen. Im Gegensatz etwa zum trotzkistischen Entrismus, geht es nicht darum eine Avantgarde- oder Führungsrolle einzunehmen, sondern im Gegensatz dazu revolutionäre Positionen transparent zu kommunizieren und als Antikörper der Bewegungen gegen autoritäre Vereinnahmung zu dienen.

eastern asia / the left / opinion / analysis Tuesday July 30, 2019 05:07 byWayne Price

Elliot Li's book analyzes Maoism, and its roots in the Chinese Revolution, from an anarchist and libertarian Marxist perspective.

This small book is about the ideology of Maoism and its development out of the Chinese Revolution. As the author says, that revolution shook the world. The world is living with its aftermath today. And it is possible, as there is a regrowth of U.S. radicalism, that Maoism may have an influence on a revived U.S. Left. So it is important to understand Mao’s legacy.

Most works on this topic are either academic (and implicitly pro-capitalist) or pro-Maoist (or sometimes Trotskyist). Unusually, Elliot Liu claims to “offer a critical analysis of the Chinese Revolution and Maoist politics from an anarchist and communist perspective.” (2)

It may not be entirely clear what that means,. The term “communist” includes everything from anarchist-communism (the mainstream of anarchism since Kropotkin) to Pol Pot’s auto-genocide. However Liu writes that he is “in line with many anarchist and anti-state communist critics of Marxism-Leninism….” (105) He is identifying with the libertarian, autonomist, humanist, and “ultra-left” trends in Marxism—in opposition to mainstream social-democratic or Leninist versions of Marxism.

This is demonstrated by the theorists he cites and the theories he uses—which he integrates with anarchism. Liu never quite spells this out, but rather demonstrates it in the course of the book. I am in general agreement with this anarchist/libertarian-Marxist approach—often summarized as “libertarian socialism.” (See Price 2017.) This makes me especially interested in how he applies it, which is sometimes problematic.

While presented as an “introduction” to Maoism, this book covers a great deal of material. The conclusions Liu reaches are these: “The Chinese Revolution was a remarkably popular peasant war led by Marxist-Leninists….The Chinese Communist Party acted as a surrogate bourgeoisie, developing the economy in a manner that could be called ‘state capitalist’….[This] transformed the party into a new ruling class, with interests distinct from those of the Chinese proletariat and peasantry….Mao and his allies repeatedly chose…beating back the revolutionary self-activity of the Chinese proletariat and ultimately clearing the way for openly capitalist rule after Mao’s death….I consider Maoism to be an internal critique of Stalinism that fails to break with Stalinism.” (2-3)

In places, Liu refers to Maoist China as “state socialist” without explaining what this means. Perhaps he means that the regime calls itself “socialist” due to its nationalization of industry, even though it is really not socialist but state capitalist. I agree with a “state capitalist” analysis of Maoism and the Chinese state Mao built. (For “state capitalist” theory as developed in the analysis of the Soviet Union, see Daum 1990; Hobson & Tabor 1988.) Liu supports his “state capitalist” view in several ways: by examining the history of Maoism, by considering its theory, and by a political-economic analysis of the Chinese economy.

History

This little book covers a great deal of dramatic history in a short span, and does it well. At times Liu leaves things out, probably due to this limitation of space. For example, he does not mention how Stalin, preferring to make a deal with Chiang Kai-Shek, tried to hold back the Chinese Communists from taking power after World War II—and how Mao rejected Stalin’s “advice”. Nor does it mention the Korean War and its effects in speeding up statification of industry. But he covers the development of the party and its armies, the conquest of power, the Hundred Flowers, the Great Leap Forward and its concomitant famine (perhaps 35 million died due to Mao’s mismanagement), the Sino-Soviet split, and so on.

Politically problematic is Liu’s coverage of the Maoist “turn to the countryside.” In the twenties, the Communists were driven from the cities and the urban working class. Stalin and his agents in China had told the Communists to ally with the capitalist Nationalists (Koumingtan), to trust them, and in no way to oppose them. This strategy left them open to terrible massacres when the Nationalists turned on them. They abandoned the urban working class, instead building armies based in the peasantry.

Liu describes the historical events but does not analyze their class meaning. According to classical Marxism, the modern working class is collectivized by industry, forced to work cooperatively, and living largely in cities. This creates a tendency (not an inevitability but a tendency) for workers to self-organize and rebel, to fight for their self-emancipation. The peasantry, however, has a scattered existence, away from the centers of power and knowledge. Therefore the peasantry, Marx concluded, has the ability to rise up in fierce revolutionary wars, but it needs to be led by some urban grouping—if not led democratically by the working class than by an authoritarian elite.

I am not going to argue here whether this classical Marxist view is correct—or, rather, to what extent it is correct, and under what circumstances. But Mao’s withdrawal from the urban proletariat and basing his movement on the peasants organized in an army, seems to fit with this theory. In any event, Liu shows that Mao’s forces constantly sought to balance their influence on the peasants: rousing them against the landlords and rich, but then holding them back from overthrowing the landlords and the rich. “Even at the height of the CCP’s victory, Mao was unwilling to sanction agrarian revolution from below or worker self-management in the cities.” (42)

This was in the service, supposedly, of building alliances with sections of the ruling classes. This included a “United Front” with the Nationalists against the Japanese imperialist invaders (which neither Mao nor Chiang fully followed) and then the “New Democracy,” set up during and after the Communists’ victory. Supposedly New Democracy was a non-socialist, capitalist, stage of the economy and the state, which came before socialism. It sounded like the old reformist, Menshevik, two-stage theory—except that the Communists insisted that they, not the capitalists, would be in charge as the ruling party, even during this capitalist “stage.” “New Democratic strategy positions the party as an alienated power in a given territory, standing above and mediating between different classes, while laying the foundation for the future emergence of a ‘red bourgeosie’.” (123)

The most interesting part of the book’s historical survey is its coverage of the “Proletarian Cultural Revolution” (1965—1967). There was a fight within the ruling layers (of the party, the army, the state, and the economy—the nascent ruling class). For support for his side, Mao roused the seething discontent of students and youth. Rebellion spread to the army ranks, to peasants, and the workers. The aroused masses went beyond what Mao had wanted. In Shanghai in 1966, workers from seventeen factories formed a Workers’ General Headquarters.

As in many cases throughout history, the social turmoil generated by the movement compelled workers to begin managing daily life themselves. Transport, water, and electricity…the WGH thus began coordinating production and transportation of goods, as well as public transit, through its own mass organizations. In many factories, worker-elected committees supplanted managers and party committees….Full power seizures eventually took place in twenty-nine provinces and municipalities.” (84-85)

The Shanghai People’s Commune and the other communes were crushed by force. So were all the “ultra-left” radical forces. But they had been vulnerable due to their naive trust in Mao and his supporters.

Theories

The book covers Mao’s theoretical writings, such as his discussion of dialectical philosophy. It looks at Mao’s “contributions” but criticizes his perspective as Stalinist and bourgeois. Frankly, I think that Liu takes Maoist theory a bit too seriously, as though it were a real part of the development of philosophy. Whatever may be the strengths or weaknesses of Hegel, Marx, and Engels in using dialectics, for Stalin and then Mao it was no longer real philosophical discourse. “Dialectical materialism,” in the hands of the Stalinists, had become simply what Marx called “ideology”—not a system of ideas but rationalization to cover up class reality. It can be analyzed as ideology in this sense and Liu is best when he does that.

The book examines Mao’s concept of the “mass line.” This means that Communists should find out what working people wanted and develop a program which responded to these wants. As Liu shows, this concept may be interpreted in a revolutionary or an opportunist manner. What he leaves out is the underlying fact that the Communist’ program could not tell the people the truth. It could not say that the Communists would replace the landlords and capitalists with a bureaucratic capitalist ruling class. It could not say that after the revolution the peasants and workers would continue to be exploited and oppressed. So methods had to be found which appeared to support the wants of the working people but really was a lie. That was why “the mass line concept admits an incredibly wide range of interpretations, many of them authoritarian in character.” (118)

Liu correctly condemns the “substitutionist and idealist assumptions” of Maoism. The party is not only one part of the working class and peasantry but supposedly a separate and most important agency. The party claims to know the true science of society, unlike the masses, and knows what to do. It is the rightful leadership of society and should be obeyed in all things. The “dictatorship of the proletariat” (which might have once meant the rule of the actual workers and their allies) is the rule of the party, which stands in for the workers and oppressed. And what makes the party the stand-in for the people is that it has the right ideas. Those who have the right ideas are “proletarian.” Those who do not are “bourgeois”, “reactionary,” and “capitalist-roaders.” “In common with manny Leninist interpretations of vanguard leadership, these methods assume the validity of the party’s political line and obscure proletarian self-activity.” (126)

Political Economy

Liu demonstrates that the Chinese economy is capitalist by showing how it fits Marx’s analysis of capitalism (his “critique of political economy”). He cites a prominent Maoist text on political economy and shows how its description of China is that of a capitalist market economy, following Marx’s categories. And he himself applies capitalist descriptors to China. (Speaking as an anarchist, I find this one of the main advantages of using aspects of Marxism.)

This is true even if we focus on the most “socialist” phases of Mao’s China—after New Democracy (which was officially “state capitalist”) and before the current, post-Maoist, period which is openly capitalist (if still run by a “Communist Party”). The workers and peasants still worked for wages. Ruled by the law of value, they produced commodities—goods which sold on the market, inside China and internationally. Their labor was alienated—working for someone else. There was a labor market, if a controlled one. This is the capital/labor relationship at the base of the economy. Enterprises competed with each other. The overall society produced in order to accumulate, grow, and expand its mass of commodities.

It has been argued that no society could immediately leap from capitalism into socialism—especially not a poor, oppressed, exploited nation such as China had been. Therefore there was bound to be capitalist survivals in the economy, for a period, even an extended period. So therefore the previous argument proves nothing.

Whether or not a partially-capitalist transitional stage is necessary before socialism, this does not refute the evidence. China was not ruled by workers and peasants and other oppressed people nor was it in transition to a socialist (or communist) society. It was ruled by a minority elite of bureaucrats who were agents of capital accumulation. They were increasing capitalist trends not decreasing them.

Conclusions

At times, Liu seems to be (mistakenly) seeking a balanced critique of Maoism, looking for both positive and negative aspects and bringing the positive aspects into revolutionary theory. “Only when Maoism is subjected to an immanent critique…will it be possible to effectively re-embed elements of Maoism in a coherent political project….” (3) In the concluding chapter, he states, “Today’s revolutionaries have much to learn—positive and negative—from the struggles of the Chinese proletariat and peasantry, party cadres and military units, and the actions of the CCP leadership.” (105) But learning positive lessons from the struggles of the Chinese popular classes is one thing; claiming that there are positive lessons to learn from the CCP leadership is quite another.

However, at the very end of this chapter, Liu clarifies his views, “For revolutionaries who aim at a free anarchist and communist society, Maoism as a whole must be rejected. It may be possible to extract particular strategic concepts, work methods, or slogans from the Chinese experience….But these elements must then be embedded in a set of revolutionary politics far different from those developed by Mao….” (126) This seems an appropriate attitude toward Maoism from the standpoint of revolutionary libertarian socialism.

Although stating his “anarchist and communist” perspective, Liu seems to base most of his argument on a libertarian interpretation of Marxism (which he uses well). Unfortunately, Liu does not mention that Mao’s authoritarian assumptions were not only rooted in Stalinism but even in Marxism, or at least in aspects of Marxism. In particular, Marx proposed that the working class could take power by creating a party and taking over the state (either by elections or by insurrection). Anarchists argued that for socialists to set up their own state (a bureaucratic-military machine to rule over society) would result in state capitalism and a new, bureaucratic, ruling class. (For further discussion of the differences between anarchism and Maoism, see Price 2007.)

But at the very end, Liu summarizes his view, “Revolutionaries must oppose the establishment of a state that will direct and reproduce exploitation, and instead encourage forms of mass, federated, armed, and directly democratic social organization. There is no alternative to the anarchist thesis: the state must be smashed.” (128) This is indeed the lesson of Maoism.

References

Daum, Walter (1990). The Life and Death of Stalinism: A Resurrection of Marxist Theory. NY: Socialist Voice.

Hobson, Christopher Z., & Tabor, Ronald D. (1988). Trotskyism and the Dilemma of Socialism. NY/Westport CT: Greenwood Press.

Liu, Elliot (2016). Maoism and the Chinese Revolution; A Critical Introduction. Oakland CA: PM Press; thoughtcrime.ink

Price, Wayne (2007). “A Maoist Attack on Anarchism; An Anarchist Response to Bob Avakian.”
https://theanarchistlibrary.org/library/wayne-price-a-maoist-attack-on-anarchism

Price, Wayne (2017). “What is Libertarian Socialism? An Anarchist-Marxist Dialogue: A Review of A. Prichard, R. Kinna, S. Pinta, & D. Berry (eds.). Libertarian Socialism; Politics in Black and Red".
https://www.anarkismo.net/article/30411?search_text=wayne+Price

*written for www.Anarkismo.net

niederlande / deutschland / Österreich / anarchistische bewegung / debatte Friday July 26, 2019 07:20 bydie plattform

Kritik ist ein Geschenk. Üblicherweise ist aber gerade dieses spezielle Präsent ein wenig lieblos verpackt, weswegen es dann auch so ungern entgegengenommen wird.

Auch eine neuere, ziemlich polemische Auseinandersetzung mit unserem Text „https://www.dieplattform.org/wp-content/uploads/2019/02/layout17shre-7.pdf“ fällt in diese Kategorie: die Broschüre „https://www.syndikat-a.de/index.php?article_id=2&cat=3923&prod=5422“, bei Syndikat-A erschienen als Auskopplung der Zeitschrift https://tsveyfl.blogspot.com/p/start.html.

Beim Autor Frederik Fuß ist eine heftige Bitterkeit angesichts des Zustands der anarchistischen Bewegung zu erkennen. Schon der Begriff „Bewegung“ ist ihm zuviel des Guten. Dieser Frust hat durchaus relevante Gründe – bezüglich der dahingehenden Kritik in unserem Text scheint Konsens zu bestehen. Wir zweifeln nur leicht daran, dass er auf diese Weise Erfolg damit haben wird auch etwas an ihnen zu drehen.

Was uns angeht, sind wir trotzdem dankbar für den Input. Wir brauchen keine Harmonie und keinen (organisationsübergreifenden) Konsens in allen Fragen. Was kümmert uns schon die Verpackung… ist geschenkt.

Sehen wir darüber hinweg, finden sich durchaus einige bedenkenswerte Punkte, die dabei helfen können unsere Positionen inhaltlich besser zu beschreiben. Wie der Autor ja auch selbst anmerkt, war es nie unser Anspruch mit diesem ersten Text eine umfassende Welterklärung zu liefern – sondern eine Diskussionsgrundlage.

Mit Recht wird also auf einige Leerstellen in unserem Text hingewiesen: Etwa die bisher nicht ausformulierte Positionierung zum Antisemitismus – der nicht nur in Bezug zum Rechtsruck Erwähnung finden sollte. Solche Leerstellen gibt es im Text sogar noch einige mehr, die in Fuß Kritik nicht erwähnt werden. Das ist uns auch bewusst. Wir werden auch noch zu anderen, im Text zu kurz kommenden oder nicht erwähnten Unterdrückungs- und Herrschaftsverhältnissen klar Position beziehen.

Wie der gelungene Absatz über die Stärken des Plattformismus unterstreicht »ermöglicht der kollektive Prozess der Aushandlung der Begriffe den Einzelnen erst, die eigenen Gedanken und Vorstellung von und über die Welt in eine fruchtbare Beziehung zu denen anderer zu setzen, Dissens kann ausgetragen werden und muss nicht … unterdrückt werden.« Diesen Prozess haben wir bereits mit Erfolg begonnen, wie sowohl die Vielzahl positiver aber auch die negativen Reaktionen auf unseren Text zeigen.

Unterstellungen wie die, wir würden Kapitalismus oder Patriarchat als rein interpersonelle Herrschaftsverhältnisse begreifen, zeigen uns zumindest, dass wir diese Punkte und Zusammenhänge nochmal sorgfältiger und klarer formulieren sowie ausbauen müssen. Mit etwas Wohlwollen wäre eine andere Sichtweise aber durchaus auch aus unserem Text ableitbar gewesen: Mit den Sätzen »Im Zentrum der kapitalistischen Funktionsweise stehen also nicht die Bedürfnisse der Menschen, sondern das Erzielen von (möglichst hohem) Profit und Kapitalverwertung« und »Das Patriarchat ist das weltweit vorherrschende System der Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen« sollte klar werden, dass es uns nicht um verkürzte und personalisierte Herrschaftsverhältnisse geht.

Der Aussage, Geschlecht sei nicht sozial (also gesellschaftlich) konstruiert, sondern es sei »vielmehr… ein gesellschaftlicher Prozess, der Geschlecht erzeugt und durchsetzt«, stehen wir dann doch etwas rätselnd gegenüber. Aber natürlich gibt es auch materielle Grundlagen und emotionale, institutionelle und körperliche Einflüsse bezüglich „ideologischer Zurichtung«, keine Frage. Wir haben den Eindruck, diese in unserem Text auch zumindest teilweise durchaus anzusprechen. Aber auch hier gilt, das geht alles sicher noch klarer.

Es gibt auch bestätigende Passagen – etwa die Kritik an manchen gegenwärtigen (wenn auch von Fuß überzeichneten) Entwicklungen in der FAU, auf die unser Text in der Tat Antworten liefert: Etwa der Bezug auf einen klaren, anarchistischen Standpunkt bei der alltäglichen Gewerkschaftsarbeit oder der Vorschlag einer überregionalen Awareness-Struktur.

Dazu muss auch gesagt werden: Nicht wenige von uns sind in der FAU organisiert und beteiligen sich dort auch an internen Diskursen. Wir sehen unseren Ansatz und den des Anarchosyndikalismus nicht als Gegensätze sondern als gegenseitige Ergänzung und natürliche Geschwister.

Diese Einschätzung führt uns auch dazu die Variante des Plattformismus abzulehnen, die Frederik Fuß vertritt. Der daraus resultierende Vorwurf an uns ist ja der, wir seien nicht plattformistisch genug, bzw. synthethische Anarchist*innen im Plattformkostüm. Sie beinhaltet, auf Passagen der historischen Plattform von 1926 aufbauend, einen Alleinvertretungsanspruch und den Versuch eine Definitionsmacht über die anarchistische Bewegung zu erlangen. Das halten wir aus guten Gründen, die in unserem Text nachzulesen sind, weder für umsetzbar noch für wünschenswert. Ähnlich halten es auch viele gegenwärtige, plattformistische Organisationen, die ebenfalls keine „anarchistische Monokultur“ durchsetzen wollen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir – wie Fuß unterstellt – einen synthetischen Organisationsansatz haben. Unsere Organisation begründet sich auf der Einheit von Theorie&Praxis, Zielen&Strategien. Dies gilt für alle Mitgliedsgruppen und Mitglieder der plattform. Dieser Organisationsansatz sowie eine vielfältige, durchdachte und gesellschaftlich wirksame anarchistische Bewegung schließen sich nicht aus.

Daher widersprechen wir auch entschieden seinem Vorschlag, in die FAU zu gehen, um zu versuchen, sie zu einer Organisation nach plattformistischen Grundsätzen umzubauen. Ebenso wie wir der Einschätzung widersprechen, »mit der FAU ist bereits eine Organisation in Deutschland vorhanden, die einige Anforderung der Idee des Plattformismus erfüllt«. Die FAU hat mit ihren “Prinzipien und Grundlagen” von 2015 zwar eine sehr allgemein und kurz gehaltene theoretische Grundlage. Allerdings gibt es bei den einzelnen FAU-Syndikaten weder ein einheitliches Verständnis praktischer Aktivität, noch ein gemeinsames Verständnis von Strategien, um ihre Ziele zu erreichen (lässt man den Generalstreik mal außen vor).

Die FAU als anarchosyndikalistische Gewerkschaft hat einen klaren und richtigen gegenwärtigen Schwerpunkt im syndikalistischen Arbeitskampf auf anarchistischer Grundlage – der von Fuß geforderte strikte Anarchosyndikalismus der FAU (unter Berücksichtigung ihrer aktuellen Möglichkeiten) wird unserer Meinung nach erfüllt. Wir als plattformistische Ideenorganisation müssen uns nicht hauptsächlich auf Arbeitskämpfe beziehen, sondern können uns auch bei anderen gesellschaftlichen Kämpfen der lohnabhäniggen Klasse einbringen – kontinuierlich und als Hauptschwerpunkt unserer Organisation. Wir haben somit in der gegenwärtigen Situation einen breiter gefassten politischen Spielraum.

Um wieder auf Fuß Argumentation zurück zu kommen: Der Plattformismus hat sich nunmal seit seinem Gründungspapier vor bald 100 Jahren weiterentwickelt. Im Rückgriff auf seine lateinamerikanische Ausprägung, den Especifismo, müssen wir Fuß noch weiter enttäuschen: Wir wollen ja nicht nur mit Syndikalist*innen und synthetischen Anarchist*innen auf der praktischen Ebene zusammenarbeiten. Wir wollen rein in die Kräfteverhältnisse und sozialen Kämpfe – sprich: Wir werden, wo immer uns das strategisch gegeben erscheint, freudig mit Menschen zusammenarbeiten, die sich nicht mal als Anarchist*innen verstehen. Wer aus einem Anspruch plattformistischer Überlegenheit heraus allein schon in praktischer Kooperation die Synthese auf dem nächsten Level sieht, wird daran wohl ver-tsweyfl-n müssen. Wir dagegen sehen darin einen sinnigen Weg den Anarchismus aus Subkultur und Szene zurück in die politische Bedeutsamkeit zu holen.

Natürlich würde es uns freuen, wenn sich FAU oder auch FdA in Zukunft manche unserer Ansätze zu eigen machen würden. Aber wenn das einmal passiert, dann auf der Basis der Freiwilligkeit, der Einsicht in ihre Richtigkeit und nicht durch inneranarchistische Konfrontation und Verdrängung. Diese Strategie würde, selbst wenn sie erfolgsversprechend wäre – was sie absolut nicht ist – nur die Bewegung als Ganzes schwächen und entzweien.

Wir sind aber angetreten die anarchistische Bewegung zu stärken. Damit wir uns dafür entsprechend unserem aus Plattformismus und Especifismo abgeleiteten Ansatz effektiv aufstellen können, brauchen wir eine eigene Organisation. Das gilt auch für die – niemals ganz abgeschlossene – Entwicklung einer konsistenten, theoretischen Grundlage, einer verbindlichen Struktur, die eben nicht beliebig ist, und einer effektiven Praxis. „Fight where you stand“ ist dafür sicher ein wichtiger Grundsatz – nicht nur bezogen auf Arbeits-, sondern auch auf Mietenkämpfe, sozialrevolutionäre Wendungen von Identitätspolitiken oder Ökologie – aber nicht der einzige. Eine veränderte Wahrnehmung des Anarchismus muss auch nicht vor allem in einer „Szene“ durchgesetzt werden, sondern in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Ob das gelingen kann, wird sich in der Praxis erweisen sowie in deren Vermittlung.

Auch anderen Argumenten müssen wir Absagen erteilen.

Etwa die aus der Luft gegriffene Vermutung unsere Auffassung vom Nationalsozialismus sei an die verkürzte Faschismustheorie des Stalinisten Dimitroff angelehnt, nach der der Faschismus quasi nur eine Marionette bzw. besonders „konsequente“ Ausprägung“ des Finanzkapitals darstellt.
Auch hier müssen wir vielleicht noch einmal etwas klarstellen. Wenn wir davon sprechen, dass „der Faschismus als Ausweg des Kapitals in zugespitzten Krisenzeiten“ dienen kann, heißt das nicht platt „hinter dem Faschismus steht das Kapital“. Stattdessen bezeichnet dies den einfachen Fakt, dass Faschismus und Kapital in der Vergangenheit immer wieder gute Bündnispartner abgegeben haben und die nationalistisch wie kapitalistisch geprägte Konkurrenzgesellschaft leider gute Vorraussetzung für das Abrutschen in die faschistische Barbarei bietet. Das gilt auch für den aktuellen Rechtsruck, etwa für die Förderung der AfD durch Fraktionen aus der Wirtschaft.

Um das erkennen zu können müssen nicht unterschiedliche Phänomene in eins gesetzt werden. Auch wenn es uns um Faschismus allgemein ging: Die praktischen Bemühungen von Nationalsozialist*innen einer „negative Aufhebung des Kapitalverhältnisses“ waren im Vergleich zum Ausmaß ihrer praktischen Kollaboration mit Kapitalfraktionen großteils ideologischer Natur. Das große Gewicht auf völkisch-rassistische und eliminatorisch antisemitische Inhalte ist in der Tat ein wichtiges Distinktionsmerkmal des Nationalsozialismus im Vergleich zu vielen kapitalistischen Akteur*innen, und auch anderen faschistischen Bewegungen. Doch auch wenn kapitalistische Interessen im Nationalsozialismus teilweise und vor allem gegen Ende zugunsten unmittelbarerer Herrschafts- und Gewaltverhältnisse frustriert wurden, hatte auch das völkische Element historisch die Funktion Klassenantagonismen zu befrieden, abzuschwächen und sie aufzuheben und nicht ihre Ursache. Der Nationalsozialismus entfesselte den Klassenkampf von oben, ersetzte teilweise die Lohnarbeit wieder durch offene Sklaverei, nicht zu vergessen die barbarische, absolut entmenschlichende Zwangsarbeit in den Arbeits- und Konzentrationslagern, welche bis heute deutschen Unternehmen in der Weltmarktkonkurrenz den nötigen Vorteil bringt.

Genausowenig reduzieren wir keineswegs alle Migrant*innen auf Muslim*innen – es bleibt aber wichtig festzustellen, dass letztere für Teile der heutigen Rechten zu einem primären Feindbild geworden sind, die wiederum diese Reduktion durchaus vornimmt. Nicht nur auf Grund von „Neid und Bewunderung“, wie Fuß behauptet, sondern vor allem auch auf der Grundlage von antimuslimischem Rassismus, „Barbarendiskursen“ und einem Selbstverständnis als Gatekeeper einer christlich-abendländischen Hegemonie.

Dass rassistische Einstellungen in der Gesellschaft mit stärkerem Kontakt zu den Menschen, auf die sie sich beziehen, statistisch gesehen abnehmen, ist ganz gut belegt, ebenso wie strukturelle Unterschiede in urbanen und ländlichen Räumen. Von dem unterstellten Automatismus war bei uns ja auch keine Rede. Den Anreiz uns mit „Identitätsdiffusion“ als Grundlage rechter Einstellungen auseinander zu setzen, nehmen wir aber gerne auf.

Schade ist auch, dass Fuß uns vorwirft nicht konkret genug zu sein, etwa beim Anarchismusbegriff nur Plattitüden abzusondern, selbst aber oft in einer Wolke aus ebensolchen herumhantiert – nur mehr von akademischem Jargon geprägt. Das macht aber die fehlende Konkretisierungen der Kritik nicht wett. Dabei wäre es für uns gerade spannend gewesen zu erfahren, was genau er da noch vermisst oder vorschlägt. Anstatt selbst Antworten zu formulieren, verbleibt er leider oft in der reinen Negativität – was legitim ist, aber eben auch deutlich unspannender.

Im Gegensatz zum Autor halten wir die anarchistische Bewegung nicht für irrelevant. Sonst würden wir uns auch kaum in dem Maß in sie einbringen wollen. Im Gegenteil: Spätestens nach dem Niedergang des Realsozialismus sind einige anarchistische Inhalte in linken Basisbewegungen hegemonial geworden. Genauso greift in den sozialen Bewegungen zunehmend die Einsicht, dass sich Unterdrückungsverhältnisse gegenseitig stützen und intersektionell verwoben sind – der Anarchismus mit seiner erklärten Gegnerschaft nicht zu einer, sondern zu allen Formen der Herrschaft, bietet hier eine theoretische Grundlage an, auf der verschiedenste soziale Bewegungen zusammenfinden könnten. Leider hat es der organisierte Anarchismus aufgrund der von uns aufgezeigten Schwächen bisher nicht geschafft dieses große Potential zu nutzen. Wie haben „die plattform“ gegründet um dies zu ändern.

Trotz alledem nochmal – danke für die 32-seitige Broschüre – die unter anderem auch auf unseren Text Bezug nimmt. Wir haben sie teils durchaus mit großem Gewinn gelesen und freuen uns auch sehr darüber, dass wir die Diskussion um anarchistische Organisierung weiter befeuern konnten.

rusia / ucrania / bielorrusia / historia del anarquismo / opinión / análisis Thursday July 25, 2019 00:18 byJesús Aller

Insobornable y lúcido anarquista, líder militar de talento indiscutido, organizador infatigable, Néstor Majnó dejó su impronta en los años más convulsos de la historia de Ucrania y sin embargo ha conseguido que allende sus fronteras, amigos y enemigos no se pongan de acuerdo ni siquiera para pronunciar su apellido correctamente. Denostado por los bolcheviques vencedores a los que salvó el culo en tantas ocasiones, como pogromista y sanguinario jefe de bandidos, ha tenido que esperar un siglo desde su gesta para que en su país se le reconozca, aunque se quiera ver en él, más que nada y torticeramente, un héroe de la independencia de la patria y de la lucha contra el invasor. Él nunca pretendió ser más que un campesino, y recorriendo Rusia en tren en la primavera de 1918, se emocionaba con la belleza de la tierra verdeante e iba atento al progreso de los cultivos, pero fue apremiado por la historia a protagonizar una de las hazañas más memorables del siglo XX, en lo que a la emancipación de la criatura humana del yugo capitalista se refiere.

Néstor Ivánovich Majnó nació el 27 de octubre de 1888 en Guliaipole, una pequeña ciudad de Ucrania oriental, enclavada entre fértiles campos y dotada de algunas factorías. Su familia era humilde y el temprano fallecimiento de su padre lo obligó a trabajar desde muy joven, aunque la lectura y el estudio lo cautivaban en los largos inviernos. Asqueado del horizonte obsceno de las jerarquías sociales, buscó en seguida a los que compartían ese sentimiento y bebió del pensamiento de los que han teorizado sobre el progreso humano, sabedor siempre de que todas aquellas quimeras eran hermosas sólo si servían para conducirnos a un mundo sin explotación. Así, se unió al grupo anarquista de su ciudad y pronto fue uno de sus miembros más activos, audaz en expropiaciones y ejecuciones. En 1907 lo detienen y pasa ya diez meses encarcelado, pero es en el verano del año siguiente cuando un nuevo arresto origina un proceso judicial que le vale pena de muerte, conmutada luego debido a su juventud a cadena perpetua. Ésta la va a cumplir a partir de 1911 en la prisión central de Moscú, la tristemente célebre Butyrka.

La vida es dura en presidio para el rebelde ucraniano, y allí se le diagnostica la tuberculosis que lo va a matar con cuarenta y cinco años. Sin embargo, aquella es su universidad, porque saca partido a la biblioteca de la prisión, y absorbe las enseñanzas de un compañero de reclusión que va a serlo también en muchas de sus luchas y exilios, Piotr Arshínov, un obrero metalúrgico con grandes conocimientos sobre anarquismo. Entre rejas aprende además a desconfiar de esa casta de intelectuales imbuidos de su propia trascendencia y dispuestos siempre a despreciar las manos callosas y a desempeñar el papel dirigente que sus altas cualidades determinan. Le asquea sobre todo verlos conquistar privilegios con su “buena conducta” y lamer la mano de los torturadores. La amnistía que decreta el gobierno provisional tras la revolución de febrero de 1917 lo pone en las calles de Moscú y es en ese momento cuando toma el hilo el primer volumen de sus memorias, publicado en París en 1927 y titulado La Revolución rusa en Ucrania (marzo de 1917- abril de 1918).

Febrero a mayo de 1917: organización

La historia arranca con el narrador en aquel Moscú febril, pero en sólo tres semanas parte en busca de los horizontes de su tierra y la sociedad que conoce, donde las nuevas circunstancias del país marcan opciones revolucionarias. Con su maleta llena de libros y revistas llega a la estación de su ciudad natal y en seguida trama con sus viejos compañeros un plan de acción. Lo primero será organizar una Unión de Campesinos que siembre en la región la semilla del anarquismo. En un momento en que la ciudad es regida por un Comité Público de notables, escasamente representativo, se trata además de exigir que éste adopte una estructura democrática. Una intensa labor de concienciación de las masas ha de permitir que las instituciones asuman un papel activo en la transformación social y para ello resulta obligatorio mantener una comunicación fluida con ellas. A finales de marzo de 1917 ya está constituida la Unión de Campesinos de Guliaipole, con un comité ejecutivo de veintiocho miembros del que Néstor Majnó es nombrado presidente. Inmediatamente, se propicia la creación de uniones semejantes en todas las aldeas y pueblos del distrito (raión).

Los archivos de la policía a los que los revolucionarios tienen acceso les permiten desenmascarar a agentes infiltrados que actuaron en sus filas, culpables de la muerte de compañeros. Todos están de acuerdo en que merecen ser ejecutados, pero deciden posponer estas acciones y aplicarlas sólo con los elementos más crueles y que no muestren signos de arrepentimiento. Los anarquistas participan en las elecciones para el nuevo Comité Público y con la pujanza que ya ha conseguido la Unión de Campesinos logran ser decisivos dentro de él. En estos momentos convulsos, la pequeña burguesía, una clase débil, incapaz de defender sus intereses por sí misma, busca la alianza de un proletariado vigoroso y bien organizado. El primero de mayo se convierte en una gran jornada festiva en Guliaipole con una imponente manifestación en la que se exige el fin de la dualidad de poder que sufre el país de la forma más sencilla: “Disolución del Gobierno Provisional y todos sus órganos, y todo el poder para los soviets obreros y campesinos”. Unos días después, un congreso en Aleksándrovsk, capital de la región (óblast o uyezd), sirve de altavoz para estas ideas que son vistas con simpatía por los Socialistas Revolucionarios de izquierdas (SR-i) y pronto se extienden por toda Ucrania oriental.

Junio a septiembre de 1917: en la senda de la revolución

En el mes de junio los obreros metalúrgicos y textiles de Guliaipole declaran una huelga, exigiendo un aumento de entre el 80 y el 100 % en sus salarios. Cuando éste es rechazado, se discute la posibilidad de expropiar las factorías, pero se decide que sería una medida prematura. No obstante, en ese momento y tras algunos titubeos y divisiones, los empresarios ceden. Lo cierto es que los obreros están preparados para asumir pronto el control de las fábricas. Ese mismo mes, los campesinos se niegan a pagar las rentas. A primeros de agosto un congreso en Yekaterinoslav, capital de la provincia (gubernia, agrupación de regiones), resuelve con el apoyo de los SR-i promover la socialización de la tierra, así como la transformación de las uniones de campesinos en soviets, un simple cambio de nombre. A finales de mes, el intento de Putsch de Kornílov sobre Petrogrado es respondido en Guliaipole, tal como sugiere un telegrama del soviet de la capital, por la formación de un Comité de Defensa de la Revolución, y éste decide acometer sin más demora el desarme de la burguesía y la socialización de tierra y fábricas.

Mientras el distrito se sumerge en esta efervescencia revolucionaria, que se desarrolla con el apoyo del Comité Público y sin apenas resistencia, llegan mensajes de Aleksándrovsk exigiendo la detención del proceso. Éstos son contestados con una negativa que invoca la voluntad de los obreros y campesinos, libremente organizados, de decidir su destino. En septiembre, dos delegados del soviet de Guliaipole, V. Antónov y N. Majnó, viajan allí para informar de las actividades en su distrito y se encuentran con que SR-d, cadetes y mencheviques controlan la situación e impiden avances revolucionarios. Los visitantes realizan una intensa labor de agitación entre los obreros de la ciudad y cuando éstos plantean sus exigencias, las autoridades responden deteniendo a la anarquista María Nikifórova, La presión en las calles consigue al fin que ésta sea liberada y se elija un nuevo comité ejecutivo del soviet de Aleksándrovsk, el cual resulta ser más favorable a las aspiraciones de los revolucionarios.

Convencidos de la necesidad de extender el proceso a las regiones vecinas, los de Guliapole envían también un delegado, L. Schneider, al comité ejecutivo del soviet provincial de Yekaterinoslav. Aunque se encuentra con algunas dificultades por parte de los que siguen las directrices gubernamentales, al fin se logra crear una línea de comunicación entre la capital y Guliaipole, así como suministros imprescindibles para las fundiciones de esta localidad. Éstas comienzan a estar gestionadas por los obreros, al tiempo que en todo el distrito continúan las expropiaciones de tierras y la formación de comunas agrarias. Un enviado de Aleksándrovsk que llega a pedir explicaciones sobre la requisa de armas a la burguesía, es despachado con el mensaje de que no se tolerarán injerencias en el proceso revolucionario desencadenado.

Octubre de 1917 a enero de 1918: guerra revolucionaria

Las noticias de Petrogrado sobre la toma del Palacio de Invierno por los bolcheviques son recibidas con sentimientos encontrados. A la esperanza que genera la caída del reaccionario Gobierno Provisional, se superpone la desconfianza ante el que lo sustituye, y ello a pesar de la publicitada consigna sobre el empoderamiento de los soviets. Cuando se convocan elecciones para la Asamblea Constituyente, los anarquistas se lamentan de la lucha partidaria que hace olvidar las grandes misiones, pero en todo caso frente a mencheviques, cadetes y nacionalistas ucranianos, favorecen a SR-i y bolcheviques, cuyo Bloque de Izquierdas (BI) resulta ganador en Ucrania oriental. En el congreso provincial de diciembre en Yekaterinoslav, la situación es de enorme tensión, al borde del enfrentamiento militar, entre los nacionalistas ucranianos, que tratan de marginar a los delegados de Guliaipole, y el BI. Al fin se consigue que el congreso resuelva a favor de las medidas propuestas por los anarquistas de un proceso revolucionario completamente de abajo arriba, exactamente lo que ellos llevan meses haciendo en su distrito. Sus delegados abandonan la capital con el armamento que les proporcionan los camaradas del BI.

Es inevitable prepararse para el conflicto armado que ya asuela Ucrania entre el BI y el gobierno nacionalista de la Rada Central (RC). En estas circunstancias, el soviet de Guliaipole no ve más salida que declarar la guerra a ésta. La alianza de los anarquistas con las fuerzas gubernamentales del BI resulta ser lamentablemente la única opción y en enero de 1918 más de ochocientos campesinos del distrito acuden armados a Aleksándrovsk en su apoyo. Tras los combates, Néstor Majnó nos describe su participación en juicios a detenidos, trata de justificarla, y relata cómo buscaba penosamente la senda de la justicia, optando a veces por condenas a muerte y otras por la liberación. La situación se complica aún más cuando aparecen en escena regimientos cosacos que han roto el frente oriental de la Gran Guerra y marchan a las tierras que riega el Don para sumarse a la contrarrevolución de Alekséi Kaledín. Tras un intercambio de disparos, se entablan negociaciones y se consigue que accedan a desarmarse; así se les deja pasar. Su estancia en la ciudad se aprovecha para hacer entre ellos proselitismo, y los anarquistas logran reclutar a muchos, sobre todo del Kubán, para su revolución.

Descontento con la política dirigista del BI, y viendo en ella una inminente lucha por el poder entre sus dos socios, desastrosa para el futuro de la revolución, nuestro protagonista decide volver con el destacamento a Guliaipole, de donde llegan además noticias preocupantes de actividades contrarrevolucionarias. Lo que ha ocurrido es que algunos burgueses judíos han ofrecido dinero a agentes de la RC para no ser reprimidos en una Ucrania independiente. Se opta por amonestarles seriamente, evitando el pogromo que hubiera sido normal en aquellos tiempos. Esos mismos días se constituye un Comité Revolucionario (Revkom), como instrumento organizativo para la campaña militar y Néstor Majnó es elegido presidente. Un batallón de partidarios de Kaledín y la RC acantonado en una localidad próxima es desarmado por anarquistas de Guliaipole y Aleksándrovsk y se decide utilizar lo requisado para equipar el Revkom.

Febrero a abril de 1918: tratado de Brest-Litovsk, Ucrania ocupada

En esta época se firman acuerdos con factorías de Moscú para intercambiar cereal por tejidos. El grano llega a la capital, pero las telas son retenidas por el gobierno del BI y enviadas a Aleksándrovsk. Cuando los de Guliaipole se plantean ya ir a buscarlas con armas en la mano, al fin les son entregadas. Queda claro por entonces que los libres convenios entre productores van a chocar con los moldes burocráticos que imponen SR-i y bolcheviques.

Las comunas agrarias de Guliaipole mientras tanto han avanzado en su proceso de autoorganización y las labores de la siembra se emprenden con alegría en una tierra donde ya nadie explota a nadie. Se han dotado de comedores y cocinas con cierta libertad de funcionamiento y de escuelas según el modelo de F. Ferrer i Guardia, y la distribución de tareas se hace en asambleas. En un radio de siete u ocho kilómetros alrededor de la ciudad se establecen cuatro comunas, y muchas más en sus cercanías. Cada una de ellas agrupa a unas doce familias y de cien a trescientas personas, de las que sólo unas pocas son anarquistas militantes. Kulaks y propietarios deciden adaptarse en general a la nueva situación y pasan a cultivar la tierra sin explotar a nadie. Sin embargo, muy pronto el proyecto constructivo va a ser abortado por la fuerza de las armas.

El 9 de febrero de 1918 se firma en Brest la paz entre la RC de Ucrania y los imperios centrales, lo que significa que éstos se disponen a invadir el país, mientras las fuerzas del BI comienzan a retirarse. Ante la acuciante necesidad de dinero para armarse, Néstor Majnó propone exigir un abono a la sucursal del Banco de Crédito de Guliaipole. Éste se consigue, y los fondos sirven para diversos fines útiles. En el mes de marzo, los nacionalistas ucranianos se manifiestan públicamente contra los “excesos” de la revolución y amenazan con una inminente ocupación por parte de sus aliados austro-alemanes, lo que da lugar a una campaña terrorista de los anarquistas contra sus líderes a la que Néstor Majnó no se opone.

Con los austro-alemanes ya en el Dniéper, se impone la organización de la defensa. Se constituyen así en Guliaipole seis compañías con doscientos a doscientos veinte combatientes cada una, más otra compañía judía y un destacamento de caballería con varios centenares de miembros del grupo anarquista de la ciudad, al tiempo que se crean también unidades médicas y hospitales de campaña. La Guardia roja aporta tres mil fusiles, seis cañones y abundante munición. Corre el mes de abril y mientras en Ucrania hay un buen entendimiento entre bolcheviques y majnovistas, en Moscú la Cheká toma por asalto los locales de los libertarios.

Los días 15 y 16 de abril resultan decisivos. La mayor parte de los combatientes de Guliaipole han acudido a Aleksándrovsk, donde se requería su presencia para apoyar la defensa de la ciudad, mientras que Néstor Majnó ha sido convocado por Aleksandr Yegórov, jefe en la zona de las fuerzas rojas, a su cuartel general. Esto permite que en Guliaipole la acción decidida de unos pocos nacionalistas ucranianos, que logran el apoyo de la compañía judía, entregue la ciudad a la reacción. El avance de los imperios centrales resulta imparable y en unos días ocupan toda la región. Se esconden armas y los más comprometidos en el proceso huyen. Con estos tristes acontecimientos concluye el primer volumen de las memorias de Néstor Majnó.

Το βιβλίο αυτό των εκδόσεων “Ελεύθερος Τύπος” (Ιούνης 2013) δεν είναι αυτοτελές, δηλαδή δεν έγραψε η Έμμα Γκόλντμαν βιβλίο με αυτόν τον τίτλο. Είναι συλλογή τεσσάρων κειμένων της Γκόλντμαν, δηλαδή «Μειοψηφίες εναντίον πλειοψηφιών», «Πατριωτισμός, μια απειλή για την Ελευθερία», «Φυλακές: Ένα Κοινωνικό Έγκλημα και μια Κοινωνική Αποτυχία» και «Στην Ρωσία δεν υπάρχει Κομμουνισμός». Ο τίτλος του παρόντος βιβλίου είναι του εκδότη.

Έμμα Γκόλντμαν, Ενάντια στον εξουσιαστικό πολιτισμό

Το βιβλίο αυτό των εκδόσεων “Ελεύθερος Τύπος” (Ιούνης 2013) δεν είναι αυτοτελές, δηλαδή δεν έγραψε η Έμμα Γκόλντμαν βιβλίο με αυτόν τον τίτλο. Είναι συλλογή τεσσάρων κειμένων της Γκόλντμαν, δηλαδή «Μειοψηφίες εναντίον πλειοψηφιών», «Πατριωτισμός, μια απειλή για την Ελευθερία», «Φυλακές: Ένα Κοινωνικό Έγκλημα και μια Κοινωνική Αποτυχία» και «Στην Ρωσία δεν υπάρχει Κομμουνισμός». Ο τίτλος του παρόντος βιβλίου είναι του εκδότη.

Στο κείμενο «Μειοψηφίες εναντίον πλειοψηφιών» η Έμμα Γκόλντμαν επιχειρηματολογεί ενάντια στο μαζικό πνεύμα σε σχέση με την ποιότητα, λέγοντας ότι καταστάσεις σαν αυτή, όπου, δηλαδή, κυριαρχεί μια γενική και αόριστη ποσότητα, ένα κακώς εννοούμενο μαζικό πνεύμα, καταπιέζεται και καταστρέφεται, εντέλει, η ποιότητα, αλλά και η αδόλευτη πρωτοβουλία. Τα πάντα στον σύγχρονο πολιτισμό, δηλαδή παραγωγή, πολιτική, πολιτισμός και εκπαίδευση, βασίζονται για την ποσόττα και τους αριθμούς.
Συνεχίζοντας, η Έμμα Γκόλντμαν φέρνει ως παραδείγματα επαναστάσεις και κινήματα, πολιτικά κινήματα και πρωτοβουλίες, κι ακόμα τέχνες και μορφές μαζικής κουλτούρας.

Η ίδια διακηρύσει ότι αποκηρύσσει αμετάκλητα την πλειοψηφία ως δημιουργική δυναμη, κι αυτό επειδή δεν συμπάσχει με τους κάθε λογής καταπιεσμένους αυτού του κόσμου, όχι επειδή δεν έχει μάθει τι είναι φρίκη, εξευτελισμός της καθημερινής ζωής, τρόμος και καταπίεση, αλλά επειδή, αντίθετα, η ζωντανή και ζωτική αλήθεια της κοινωνικής και οικονομικής ευημερίας θα πραγματωθεί διαμέσου και με κίνητρο τον ζήλο, το θάρρος και την ασυμβίβαστη αποφασιστικότητα των ευφυών μειοψηφιών και όχι μέσω της μάζας.

Στο κείμενο με τίτλο «Πατριωτισμός, μια απειλή για την ελευθερία» αναρωτιέται τι είναι αυτό που ονομάζεται πατριωτισμός. Σε τι συνίσταται και σε τι ακριβώς αναφέρεται αυτός ο όρος; Είναι ίσως η αγάπη για τον τόπο που γεννηθήκαμε, παίξαμε, τρέξαμε σε λιβάδια και αλάνες, εκεί όπου είδαμε τα σύννεφα να τρέχουν και τα τρένα να περνούν; Μήπως είναι το σπίτι που κάναμε τα πρώτα βήματα, που μεγαλώσαμε και έχουμε τόσες γλυκές αναμνήσεις; Μήπως πατριωτισμός είναι η αγκαλιά της μάνας όπου χουζουρεύσαμε και αποκοιμηθήκαμε τόσες πολλές φορές ή ακόμα κλάψαμε και γελάσαμε;

Όταν όμως μεγαλώσουμε και γίνουμε άνδρες, αλλά και γυναίκες, είμαστε πλέον γαλουχημένοι και έχουμε ενστερνιστεί πλέον ένα αρρωστημένο και ψευδεπίγραφο πατριωτισμό που συνίσταται στο να μισούμε τον γείτονα, μιας και αυτός σκέπτεται το ίδιο και πάνω-κάτω έχει ζήσει τις ίδιες εμπειρίες.

Η Έμμα Γκόλντμαν φέρνει ως παραδείγματα τόσο την όποια υλική προετοιμασία για πόλεμο, τους άκρατους εξοπλισμούς και το γενικότερο μιλιταριστικπο πνεύμα που όλες οι κυβερνήσεις ενσταλάζουν στα μυαλά των ανθρώπων, με κατεύθυνση τη μονοπώληση της πατριδολατρείας και την περαιτέρω ενίσχυση του κατ΄ επίφαση πατριωτισμού.

Στο τρίτο κείμενο με τίτλο «Φυλακές: Ένα Κοινωνικό Έγκλημα και μια Κοινωνική Αποτυχία», η Γκόλντμαν λέει ότι παρ’ όλες τις μεταρρυθμίσεις, τις ανακαλύψεις, τα επιτεύγματα της επιστήμης, οι άνθρωποι για κάποια παραπτώματα και «παραβιάσεις», εξακολουθούν να στέλνονται στη φυλακή, έτσι ώστε η κοινωνία να μπορεί να προστατευθεί από τα φαντάσματα που η ίδια έχει δημιουργήσει. Και αναρωτιέται εάν η φυλακή είναι κοινωνική προστασία και ποιο διεστραμμένο μυαλό συνέλαβε την ιδέα της φυλακής. «Είναι σαν να λες ότι η υγεία θα βελτιωθεί μέσω μαι εκτταμένης μόλυνσης» γράφει χαρακτηριστικά.

Φέρνει, επίσης, ως παράδειγμα κυρίως έργα από την παγκόσμια λογοτεχία όπως το έργο του Φιοντόρ Ντοστογιέφσκι «Ο Ιερέας και ο Διάβολος» (που γράφτηκε ενόσω ο Ντοστογιέφκσι ήταν στη φυλακή), από όπου παραθέτει και ένα απόσπασμα. Παραθέτει, επίσης, απόσπασμα από την «Μπαλάντα της Φυλακής του Ρέντινγκ» του Όσκαρ Ουάιλντ. Κατακεραυνώνει τους νόμους και τις διατάξεις όλων των χωρών που διατείνονται ότι αγαπούν την λευθερία και την απρόσκοπτη πρωτοβουλία των ανθρώπων, αλλά με το πρώτο «στραβοπάτημα» καραδοκεί ο λεγόμενος νόμος και μετέπειτα το δικαστήριο ή η φυλάκιση ή κάποια άλλη ποινή.

Και καταλήγει λέγοντας ότι όσοι πιστεύουν σε μια δραστική κοινωνική αλλαγή και την επιδιώκουν, καταλήγουν στο συμπέρασμα ότι πρέπει να δίνεται κάθε ευκαιρία στον άνθρωπο να πράξει το καλό, ότι πρέπει να υπάρξει εμπιστοσύνη και να προωθείται η δημιουργικότητα των ανθρώπων, αποτελώντας ένα ακόμα βήμα προς την κατάργηση όχι μόνο των φυλακών ως θεσμού, αλλά και, πιο πρακτικά, την καταστροφή των συνθηκών που γεννούν τέτοιου είδους τιμωρίες.

Στο τέταρτο και τελευταίο κείμενο, με τίτλο «Στην Ρωσία δεν υπάρχει Κομμουνισμός», ασκείται μια ανελέητη κριτική στο κρατικό «κομμουνιστικό» καθεστώς των μπολσεβίκων στη Ρωσία μετά την Οκτωβριανή Επανάσταση.

Η Έμμα Γκόλντμαν θεωρεί ότι ο κομμουνισμός είναι το ιδανικό της ανθρώπινης ισότητας και αδελφοσύνης. Θεωρεί την εκμετάλλευση ανθρώπου από άνθρωπο ως την πηγή κάθε υποδούλωσης και καταπίεσης. Υποστηρίζει ότι η κοινωνική ανισότητα οδηγεί στην κοινωνική αδικία και είναι εχθρός της ηθικής και πνευματικής προόδου. Ο κομμουνισμός επιδιώκει μια κοινωνία όπου οι τάξεις θα καταργηθούν ως αποτέλεσμα της κοινοκτημοσύνης των μέσων παραγωγής και διανομής. Διακηρύσσει ότι μόνο μέσα σε μια αταξική, αλληλέγγυα κοινοπολιτεία ο άνθρωπος μπορεί να απολαύσει την ελευθερία, την ειρήνη και την ευημερία.

Με βάση τα παραπάνω, ασκεί μια σύντομη αλλά στέρεη και εποικοδομητική κριτική στο σοβιετικό σύστημα, στεκόμενη κυρίως σε αυτό που ο Λένιν και οι συν αυτώ ονόμασαν «πολεμικό κομμουνισμό», καταλήγοντας ότι το όλο σύστημα όχι μόνο δεν είναι κομμουνισμός αλλά μια από τις χειρότερες μορφές δεσποτισμού που γνώρισε έως τότε η ανθρωπότητα.

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Neste 8 de Março, levantamos mais uma vez a nossa voz e os nossos punhos pela vida das mulheres!

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