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Οι συζητήσεις ήταν η μόνη φορά που οι αναρχικοί διατύπωσαν τις απόψεις τους ελεύθερα μπροστά σε ένα ναζιστικό ακροατήριο. Αφότου οι εθνικοσοσιαλιστές ήρθαν στην εξουσία, το αναρχικό κίνημα εξαφανίστηκε, τα μέλη του εξορίστηκαν, φυλακίστηκαν ή στάλθηκαν σε στρατόπεδα συγκέντρωσης.

Ο Ρούντολφ Ρόκερ σε διάλογο με τον Otto Strasser

Το 1930 η FAUD (η αναρχοσυνδικαλιστική ομοσπονδία Ελεύθερη Ένωση Εργατών Γερμανίας) δέχθηκε πρόσκληση από τον Otto Strasser, στέλεχος του Εθνικού Σοσιαλιστικού Κόμματος (δηλαδή το ναζιστικό κόμμα), για μια σειρά συζητήσεων. Ήταν μια ενδιαφέρουσα πρόκληση για τους συνδικαλιστές και ο Fritz Kater πρότεινε ότι ο Ρούντολφ Ρόκερ θα έπρεπε να τους αντιπροσωπεύει.*

Ο Otto Strasser ανήκε σε μια ομάδα στο Εθνικό Σοσιαλιστικό Κόμμα που διέφερε από πολλές απόψεις από την επικρατούσα τάση του Χίτλερ. Πράγματι, οι διαφωνίες του Strasser με τον Χίτλερ οδήγησαν στην απομάκρυνσή του από το κόμμα τον Ιούνιο του 1930. Μετά την απέλαση του, ίδρυσε την οργάνωση «Επαναστάτες Εθνικοί Σοσιαλιστές», γνωστή αργότερα ως «Μαύρο Μέτωπο». **

Ο διάλογος έγινε λίγο πριν ο Strasser εκδιωχθεί από το ναζιστικό κόμμα.

Διοργανώθηκαν τρεις συναντήσεις, αφιερωμένες σε ένα διαφορετικό θέμα. Στην πρώτη, ο Ρόκερ συζήτησε με τον Strasser για το θέμα του εθνικισμού και της φυλής και για το ρόλο που διαδραματίζουν στη διαμόρφωση της ιστορίας. Ο Ρόκερ ισχυρίστηκε ότι, δεδομένου ότι η εθνικότητα δεν είναι γνωστό ότι είναι ένα κληρονομούμενο χαρακτηριστικό, προκύπτει ότι η ιδέα της εθνικότητας επιβάλλεται στους ανθρώπους από το περιβάλλον τους. ***

Η δεύτερη συνάντηση ήταν αφιερωμένη στο νόημα του σοσιαλισμού. Επειδή ο Strasser δεν μπόρεσε να συμμετάσχει στη συνάντηση λόγω ασθένειας, αντικαταστάθηκε από τον Dr. Herbert Blank. Ο Blank υποστήριξε ότι η ιστορική σημασία του Εθνικού Σοσιαλιστικού Κόμματος ήταν ότι είχε ανακαλύψει τα αληθινά θεμέλια του σοσιαλισμού, αφού αυτό που πέρασε μέχρι τότε ως σοσιαλισμός ήταν μόνο η μαρξιστική του ερμηνεία. Ο Ρόκερ γελοιοποίησε το επιχείρημα, επισημαίνοντας το προφανές γεγονός ότι οι Ναζί δεν είχαν ακούσει ποτέ για τον ελευθεριακό σοσιαλισμό και τους πολλούς στοχαστές του, οι οποίοι δεν είχαν καμία σχέση με τον Μαρξ και τους οπαδούς του και οι οποίοι απέρριπταν εντελώς τον μαρξισμό.

Κατά την τρίτη συζήτηση, ο Ρόκερ αντικαταστάθηκε από τον Erich Mühsam κατόπιν αιτήματος του Strasser, ο οποίος αισθάνθηκε ότι απειλείται από τις ρητορικές τακτικές του πρώτου. Ωστόσο, ο Ρόκερ κλήθηκε να παραδώσει τις παρατηρήσεις στο κλείσιμο του διαλόγου. Αν και τα δύο στρατόπεδα γνώριζαν ότι οι διαφορές μεταξύ τους ήταν υπερβολικά ευρείες για να γεφυρωθούν και ότι καμία πλευρά δεν θα κέρδιζε νέους οπ;αδους, η σειρά των συζητήσεων αποτέλεσε μια ενδιαφέρουσα εμπειρία.

Οι συζητήσεις ήταν η μόνη φορά που οι αναρχικοί διατύπωσαν τις απόψεις τους ελεύθερα μπροστά σε ένα ναζιστικό ακροατήριο. Αφότου οι εθνικοσοσιαλιστές ήρθαν στην εξουσία, το αναρχικό κίνημα εξαφανίστηκε, τα μέλη του εξορίστηκαν, φυλακίστηκαν ή στάλθηκαν σε στρατόπεδα συγκέντρωσης.

Σημειώσεις
*Ο Ρόκερ γράφει ότι το γεγονός συνέβη γύρω στο 1928 ή λίγο αργότερα. Σύμφωνα με άρθρα στο Fanal συνέβη γύρω στο 1930.
**Allan Bullock, Hitler, A Study in Tyranny (New York: Harper, 1964), pp. 156-158.
***Rocker, Revolutsie un Regresie, Vol. 2, p. 29. Το θέμα αναφέρεται στο έργο του Ρόκερ Nationalism and Culture.
#Από το βιβλίο της Mina Graur, An Anarchist “Rabbi”: The Life and Teachings of Rudolf Rocker (New York: St. Martins Press / Jerusalem: The Magnes Press, 1997), pp. 174-75.
##Μετάφραση: “Ούτε Θεός-Ούτε Αφέντης”.

Auf den Tag genau 1 Jahr nach dem Start der Initiative für eine dritte anarchistische Föderation im deutschsprachigen Raum blicken wir zurück auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr des Aufbaus.

Der 01.01.2019 als Start eines ambitionierten Projekts…

Großspurig und vollmundig starteten wir dieses Jahr mit unserem Organisierungsansatz – voll Ungewissheit aufgrund der geringen Verbreitung des Plattformismus im deutschsprachigen Raum, aber mit viel Hoffnung auf das Gelingen unserer Initiative. Zu Beginn standen die überwältigenden Reaktionen auf unsere Initiative. Ganze Tage, die für das Beantworten von E-Mails drauf gingen, was durch den Zusammenbruch unseres E-Mail-Postfachs nicht grade erleichtert wurde. Tage voller Glückwünsche und motivierter Genoss*innen, welche sich über unsere Initiative freuten; eine Initiative, die viele so oder so ähnlich herbei gesehnt hatten…

…gefolgt von Tagen der großen Reisen
Nach der Freude und der Aufbruchsstimmung begann dann die Phase der großen Reisen. Tausende Kilometer sind wir in endlosen Stunden durch unsere Region gefahren: im Denken, Handeln und Fühlen Gleichgesinnte zu treffen; spannende, aber teilweise auch immer wieder sich gleichende, Diskussionen führend; sich erklärend; sich den kritischen Fragen der Bewegung und Interessierten stellend. Wir haben zwischendurch von Teilen unserer Reisen bereits immer wieder kurz online berichtet. Eine Auswertung der gesamten Veranstaltungsreise werden wir an geeigneter Stelle noch nachliefern. Am Ende sind es dann für 2019 insgesamt 31 Veranstaltungen in allen Himmelsrichtungen Deutschlands sowie 2 Veranstaltungen in der Schweiz geworden. Zum größeren Teil wurden wir von neugierigen Gruppen oder Einzelpersonen eingeladen, vergleichsweise wenige Veranstaltung haben wir selbst angestoßen oder organisiert. Ein weiteres Indiz für das breite Interesse innerhalb der anarchistischen Bewegung an unserem Organisierungsansatz. Aber nicht nur für öffentliche Vorträge sind wir in der Weltgeschichte herumgereist. Oft in Verbindung mit Vorträgen haben wir auch diverse Genoss*innen und Gruppen besucht. Einerseits für eine allgemeine Vernetzung, vor allem aber um diejenigen zu treffen, welche sich aktiv in unsere Organisation einbringen wollen.

Sich finden, sich einigen, die theoretischen und strukturellen Grundlagen legen – Tage des Aufbaus der Organisation
Einhergegangen mit unseren Reisen ist das Wachstum unserer Organisation. Ein Wachstum, welches im Vergleich zum Start unserer Initiative sehr stark war und welches überhaupt erst die Grundlage für unsere zukünftige Föderationsgründung legen wird.. Nach wie vor muss allerdings klar sein, dass wir natürlich keine riesige Organisation sind. Wir konnten nicht auf der Grundlage bestehender Gruppenstrukturen aufbauen, sondern mussten im wesentlichen auch all unsere Lokalstrukturen neu aufbauen. Wir haben es geschafft eine ambitionierte Organisation aufzubauen, welche aus fähigen, motivierten Genoss*innen besteht, die vieles daran setzen unsere Vision einer dritten anarchistischen Föderation zu erreichen. Gleichzeitig haben wir es aber nicht geschafft innerhalb eines Jahres eine solche Föderation zu gründen. Wir brauchen einfach mehr Zeit um nicht etwas Halbgares in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Wir wollen unser Ziel vernünftig umsetzen.

Was wir euch allerdings bereits mitteilen wollen sind unsere bereits existierenden Lokalstrukturen:
Es gibt aktuell in folgenden Städten und Regionen dp-Gruppen:

Berlin – berlin.dieplattform.org
Ruhrgebiet – ruhr.dieplattform.org
Region Rostock – rostock.dieplattform.org
Trier

In Leipzig befindet sich eine weitere Gruppe im Aufbau.

Neben einigen Einzelmitglieder (unter anderem in Bayern und Baden-Württemberg) haben wir gerade diverse Optionen der Erweiterung, die uns noch offen stehen.

Die Einzelmitglieder, welche aus Städten kommen, in denen wir noch nicht die Stärke haben eine Lokalgruppe zu formen, sind in einer überregionalen Gruppe föderiert. So ist ein effektives Agieren in der Plattform auch für Genoss*innen möglich, die in ihrer Stadt oder Region bisher alleine sind. Wir freuen uns sehr, wenn ihr an dieser Stelle die neuen öffentlichen Kanäle unserer Lokalstrukturen verfolgt, liked und verbreitet. Wir freuen uns auch weiterhin über neue Gesichter in unserer Organisation. Egal ob du aus dem hintersten Dorf oder Berlin kommst – wir werden nach Kräften versuchen überall eine anarchistische Perspektive nach unseren Grundsätzen aufzubauen. Melde dich also gerne bei uns!

Gestärkt und breiter aufgestellt sind wir seit mindestens einem halben Jahr dabei unsere theoretischen und strukturellen Grundlagen auszuarbeiten. Ein intensiver Prozess, welcher sich einerseits mit der Analyse unserer Gesellschaft und unserer Visionen einer anderen Welt beschäftigt. Andererseits betrifft dies vor allem (infra-)strukturelle Bereiche unserer Organisation. Dabei geht es in Diskussionen natürlich auch schon mal hoch her. Immerhin scheuen wir uns nicht davor auch zwischen uns uneinige Punkte auf den Tisch zu bringen und offen zu besprechen. Umso schöner ist es zu sehen, dass alle ein gemeinsames Interesse an einem solidarischen Diskurs haben, der ein kollektives Vorankommen zum Ziel hat.

Nach der Grundlage kommt die Praxis – Tage des Kampfes
Natürlich haben wir auch parallel zum Prozess des Aufbaus schon mit geringer Intensität erste Aktivitäten in der geneigten Szeneöffentlichkeit sowie außerhalb dieser in sozialen Kämpfen begonnen: So beispielsweise zum 1. Mai 2019, zu globalen Klimastreiks, zur Solidarität mit Rojava sowie auf lokaler Ebene auch zu anderen Themen wie unter anderem der Solidarität mit den Klassenkämpfen im Iran, sowie den Kämpfen in Frankreich. Uns ist allerdings bewusst, dass diese Aktivitäten weiterhin begrenzt sind und es auch bleiben werden, solange wir nicht unsere eigene organisatorische Grundlage gelegt haben und vor allem unsere Ziele und Strategien im sozialen Kampf nicht definiert haben. Dies ist einer der Aufgaben, die wir uns im Jahr 2020 verschrieben haben: Die gezielte Vorbereitung auf das Mitwirken innerhalb der sozialen Bewegungen.

In der Einfügung in die soziale Bewegungen sehen wir unsere Hauptstrategie und diese wird auch den größten Teil unserer Organisationsarbeit ausmachen. Gleichzeitig werden wir uns auch weiterhin am Diskurs innerhalb der anarchistischen Bewegung beteiligen, wie wir es bereits im Jahr 2019 getan haben. Hier konnten wir vier Artikel bzw. Interviews (nochmal Danke an die Redaktionen) in der Direkten Aktion, Contraste, Graswurzelrevolution sowie im revolt:magazin veröffentlichen. Parallel dazu haben wir uns im geringen Maß auch an Szenemobilisierungen beteiligt wie etwa das Agieren gegen Naziaufmärsche. Weiterführen werden wir auch den Ausbau unserer Materialien. 2019 haben wir zehntausende Aufkleber, Visitenkarten, Broschüren und Plakate im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus verbreitet. Hierbei werden wir in Zukunft auch mehr Materialien produzieren, die auch über eine Linke Szene hinweg Menschen erreichen und ansprechen sollen. Die kollektive Einmischung als Publikationsorgan unserer Organisation um plattformistische Inhalte in die anarchistische, linksradikale und emanzipatorische Bewegung zu tragen, wird weiter erhalten bleiben und ausgebaut werden. Wir haben darüberhinaus weitere Publikationsideen. So werden wir zu einem späteren Zeitpunkt auch unsere inhaltlichen Grundlagen in möglichst ansprechender Form publizieren.

An dieser Stelle wollen wir auf die berechtigte Kritik eingehen, dass wir mit unserem bisherigen Wirken in einer Szeneblase hängen bleiben. Wir befinden uns noch in der Aufbauphase unserer Organisation. In dieser Phase braucht es eine andere Strategie der Öffentlichkeitsarbeit, als wenn die Aufbauphase abgeschlossen ist. In der Phase des Aufbaus liegt unser Fokus auf der anarchistischen Bewegung und darüber hinaus interessierter linksradikaler Menschen. Wir erhoffen uns dadurch die Menschen innerhalb der Bewegung erreichen und begeistern zu können, die unserem Organisationsansatz nahestehen und eine gemeinsame inhaltliche Grundlage teilen. Der (auch personelle) Aufbau unserer Organisation stellt die Grundlage dar um wirkmächtig innerhalb der sozialen Bewegungen kämpfen zu können. 2020 werden wir also immer weiter den Fokus von der anarchistischen Bewegung weg hin zu einem Agieren in sozialen Kämpfen und außerhalb von Szenepolitik legen. Anarchistische “Propaganda” wird einen wichtigen, aber untergeordneten Platz in unserer Praxis einnehmen.

Wichtig ist für uns vor allem auch der internationale Austausch mit anderen plattformistischen und especifistischen Organisationen sowie anarchistisch-feministischen und -kommunistischen. Neben dem Studium von Texten, Analysen und niedergeschriebenen Erfahrungen erhoffen wir uns davon Bereicherung für unsere eigene Theorie und Praxis. Einige internationale Kontakte innerhalb und außerhalb Europas sind bereits geschlossen. Und es haben auch schon mehrere sehr spannende internationale Treffen und Gespräche stattgefunden. An dieser Stelle auch eine Umarmung an alle internationalen Genoss*innen, die uns so herzlich in die plattformistische Gemeinschaft aufgenommen haben.

Was bleibt – was kommt? Tage der Hoffnung
Wenn wir dieses Jahr rückblickend betrachten, bleiben viele schöne Erinnerung, Bestätigung, Festigung und Entwicklung unseres Organisationsansatzes, viele neue Freund*innen und Genoss*innen, die unsere Leben bereichern. Und vor allem bleibt die ungebrochene Hoffnung und Motivation auf den Aufbau einer Organisation, welche uns die Möglichkeit bietet die großen Aufgaben die vor uns liegen zu meistern.

Was kommt 2020?
Eine dritte anarchistische Föderation im deutschsprachigen Raum; ein Ausbau der anarchistischen Infrastruktur und Handlungsmöglichkeiten; sowie eine neue Dynamik der anarchistischen Bewegung in den sozialen Kämpfen. Auch 2020 werden wir nicht die soziale Revolution erreichen. Aber auch wenn die Zeit langsam eng zu werden scheint mit allem, was da so an dunklen Wolken über uns sich zusammen zieht, werden wir doch am Ende des kommenden Jahres mit einer Organisation des Kampfes dastehen, die ihren Namen verdient und welche die Perspektive in sich trägt eine echte verbündete Kraft innerhalb der lohnabhängigen Klasse zu sein.

Also dann – das hier ist nicht das Ende der Geschichte – die Ärmel hochgekrempelt und angepackt! Voran zur sozialen Revolution!

1921-1944: Η συντριβή της FAUD από τον Χίτλερ
Απολογισμός της πτώσης και της συντριβής του αναρχικού συνδικάτου FAUD στη ναζιστική Γερμανία

Αναρχικοί εναντίον του Χίτλερ: Η παράνομη FAUD στη Ρηνανία

Στις 5 Νοέμβρη 1937, ο Julius Nolden, εργαζόμενος στο εργοστάσιο αυτοκινήτων του Duisburg, καταδικάστηκε από "Λαϊκό Δικαστήριο" του Βερολίνου σε ποινή φυλάκισης δέκα ετών για "την προετοιμασία μιας μεγάλης προδοσίας με επιβαρυντικές περιστάσεις”. Ο Nolden ήταν ένα από τα σημαντικά στελέχη της FAUD (της αναρχοσυνδικαλιστικής Ελεύθερης Ένωσης Γερμανών Εργαζομένων, μέλους της Διεθνούς Ένωσης Εργαζομένων), στη Ρηνανία, όταν η υπόγεια αυτή οργάνωση διαλύθηκε από τη Γκεστάπο τον Γενάρη του 1937. Μαζί του συνελήφθησαν 88 άλλοι αναρχοσυνδικαλιστές, άντρες και γυναίκες, που οδηγήθηκαν σε δίκη στη Ρηνανία στις αρχές του 1938.

Το 1921 η FAUD στο Duisburg είχε περίπου 5.000 μέλη. Από τότε και μετά ο αριθμός έπεσε και από τη στιγμή που ο Αδόλφος Χίτλερ ανήλθε στην εξουσία το 1933, παρέμεναν μόνο λίγες μικροσκοπικές ομάδες. Για παράδειγμα, υπήρχαν περίπου 25 αγωνιστές στην περιοχή Duisburg και η Περιφερειακή Ένωση Ρηνανίας της FAUD που είχε περίπου 180-200 ταμειακά εντάξει μέλη.

Στο τελευταίο περιφερειακό συνέδριο που πραγματοποιήθηκε στην Ερφούρτη τον Μάρτη του 1932, η FAUD αποφάσισε ότι, σε περίπτωση που οι Ναζί ανελάμβαναν την εξουσία, το ομοσπονδιακό γραφείο της οργάνωσης στο Βερολίνο θα έκλεινε και θα αντικαθίστατο από μια υπόγεια “καθοδήγηση” με έδρα την Ερφούρτη. Επίσης, ότι θα έπρεπε να κηρυχθεί γενική απεργία ως απάντηση. Η τελευταία αυτή απόφαση αποδείχθηκε ανέφικτη εξαιτίας ενός και μόνο γεγονότος: η FAUD σε όλη τη Γερμανία είχε ήδη αποδεκατιστεί από τα αλλεπάλληλα κύματα συλλήψεων.

Τον Απρίλη-Μάη του 1933, ο Δρ. Gerhardt Wartenburg, πριν υποχρεωθεί να εγκαταλείψει τη χώρα, κατόρθωσε να βρει αντικαταστάτη για τον εαυτό του ως γραμματέα της FAUD στο πρόσωπο του Emil Zehner, ενός σιδηρουργού από την Ερφούρτη. Ο Wartenburg κατέφυγε στην Ολλανδία, στο Άμστερνταμ, όπου τον καλωσόρισε μαζί με άλλους Γερμανούς μετανάστες ο Ολλανδός αναρχοσυνδικαλιστής Albert de Jong. Ομοίως, η Διεθνής Ένωση Εργαζομένων (IWA, η διεθνής συνδικαλιστική συνομοσπονδία, ελευθεριακής και επαναστατικής κατεύθυνσης) αποφάσισε η γραμματεία της να μεταφερθεί στις Κάτω Χώρες, αλλά αυτό δεν εμπόδισε τα αρχεία της να πέσουν στα χέρια των Ναζί.

Το φθινόπωρο του 1933, ο Emil Zehner αντικαταστάθηκε από τον Ferdinand Gotze, μέλος του Επιμελητηρίου Εργασίας Σαξονίας, το οποίο διηύθυνε τώρα ο Richard Thiede από τη Λειψία. Εν τω μεταξύ, το φθινόπωρο του 1934, ο Gotze, ο οποίος ήταν καταδιωκόμενος από την Γκεστάπο, εμφανίστηκε και πάλι στα δυτικά της Γερμανίας, όπου με την υποστήριξη που παρείχε το ολλανδικό τμήμα της IWA (NSV) κατέστη δυνατή τη δημιουργία μιας υπόγειας ομάδας της FAUD. Ταυτόχρονα και πολύ βιαστικά, συγκροτήθηκε μια γραμματεία της FAUD στην εξορία στο Άμστερνταμ.

Το Duisburg κέντρο ανασυγκρότησης και δράσης στα δυτικά της Γερμανίας

Μέχρις ότου οι Ναζί αναλάβουν την εξουσία, ο εργάτης Franz Bunged είχε τεθεί επικεφαλής της τοπικής ομοσπονδίας του Duisburg. Συνελήφθη, όμως, και στάλθηκε στο στρατόπεδο συγκέντρωσης Bogermoor χωρίς να παραπεμφθεί σε κάποια δίκη, το 1933. Ο Bungert απελευθερώθηκε μέσα σε ένα χρόνο, αλλά έκρινε ότι είναι απολύτως αδύνατο να ασχοληθεί καν με την ελάχιστη παράνομη δραστηριότητα εξαιτίας της αυστηρής παρακολούθησής του.

Τη θέση του ανέλαβε ο Julius Nolden, εκείνη την εποχή άνεργος χαλυβουργός, ο οποίος είχε χρηματίσει ταμίας του Επιμελητηρίου Εργασίας της Ρηνανίας. Ο Nolden συνελήφθη επίσης από τη Γκεστάπο, η οποία υποψιάστηκε ότι η δουλειά που έπιασε σε μια μονάδα αποτέφρωσης ήταν κάλυψη για παράνομες επαφές με άλλα μέλη της FAUD.

Τον Ιούνιο του 1933, λίγο μετά την απελευθέρωσή του, ο Nolden συναντήθηκε με τον Karolus Heber, μέλος της υπόγειας “καθοδηγητικής” ομάδας που έδρευε στην Ερφούρτη. Το αντικείμενο της συνάντησής τους ήταν η οργάνωση της παράνομης διαφυγής συντρόφων στην Ολλανδία και το ξεκίνημα μιας οργάνωσης αντίστασης στη Ρηνανία και τη Rhur. Έτσι ο Nolden και οι σύντροφοί του έθεσαν τις βάσεις ενός δικτύου περάσματος ανθρώπων στο Άμστερνταμ και διανομής αντιφασιστικής προπαγάνδας. Από τα αρχεία των δικαστηρίων προκύπτει ότι τα αντιναζιστικά φυλλάδια που κυκλοφόρησαν την εποχή εκείνη είχαν για κάλυψη τον τίτλο "Τρώτε γερμανικά φρούτα και μείνετε υγιείς”. Ήταν τόσο δημοφιλή στους ανθρακωρύχους που συνήθιζαν να χαιρετούν ο ένας τον άλλον με τη φράση “Έχεις φάει γερμανικά φρούτα;”

Μετά το 1935 και τη βελτίωση της οικονομικής κατάστασης στο εσωτερικό της χώρας, ήταν όλο και πιο δύσκολο να διατηρηθεί μια παράνομη αναρχοσυνδικαλιστική οργάνωση εν ζωή. Πολλοί σύντροφοι είχαν βρει δουλειά και πάλι και μετά από χρόνια ανεργίας και περιστασιακής εργασίας ήταν απρόθυμοι να εμπλακούν σε ενεργό αντίσταση. Ο τρόμος της Γκεστάπο συμπλήρωσε τα υπόλοιπα. Επιπλέον, η στήριξη από το Άμστερνταμ “στέγνωσε” το 1935.

Το ξέσπασμα της ισπανικής επανάστασης το 1936 έδωσε ώθηση στην αναρχοσυνδικαλιστική δραστηριότητα μέσα στη Γερμανία. Ο Nolden ανέπτυξε επαφές με το Duisburg, το Ντίσελντορφ και την Κολωνία, οργάνωσε συναντήσεις και ξεκίνησε ένα σύστημα συνδρομών για να συγκεντρωθεί οικονομική υποστήριξη για τους Ισπανούς συντρόφους. Ταυτόχρονα, ο Simon Wehre, από το Aix-la-Chapelle (στο Άαχεν), χρησιμοποίησε το δίκτυο του Επιμελητηρίου Εργασίας της Ρηνανίας για να προσλάβει τεχνικούς εθελοντές που ήταν έτοιμοι να πάνε στην Ισπανία.

Όμως, τον Δεκέμβρη του 1936, η Γκεστάπο, χάρη σε έναν κατάσκοπο που φύτευσε μέσα στην οργάνωση, κατάφερε να αποκαλύψει την ύπαρξη ομάδων στις πόλεις Munchengladbach, Dulken και Viersen.

Στις αρχές του 1937, η πολιτική αστυνομία συνέλαβε 50 αναρχοσυνδικαλιστές από το Duisburg, το Ντίσελντορφ και την Κολωνία. Ο Nolden ήταν από τους συλληφθέντες. Λίγο αργότερα, έγιναν περαιτέρω συλλήψεις, ανεβάζοντας τον συνολικό αριθμό των συλληφθέντων μελών της παράνομης FAUD στους 89. Χρειάστηκε ένας χρόνος για να στιχειοθετηθούν οι πλήρεις κατηγορίες εναντίον τους. Αυτοί οι άνδρες και γυναίκες σύντροφοι κατηγορήθηκαν για “προετοιμασία πράξεων εσχάτης προδοσίας” και παρουσιάστηκαν ενώπιον δικαστηρίων τον Γενάρη και τον Φλεβάρη του 1938.

Μόνο έξι δεν καταδικάστηκαν λόγω έλλειψης αποδεικτικών στοιχείων. Οι υπόλοιποι καταδικάστηκαν σε ποινές από μερικούς μήνες έως έξι χρόνια φυλάκισης. Ο Julius Nolden κρατείτο στη φυλακή του Luttringhausen και παρέμεινε εκεί μέχρι την άφιξη των συμμάχων στις 19 Απριλίου 1945.

Την Κυριακή της Πεντηκοστής του 1947 συναντήθηκε στο Darmstadt με άλλους συντρόφους και όλοι μαζί ίδρυσαν την αναρχοσυνδικαλιστική Ομοσπονδία Ελευθεριακών Σοσιαλιστών.

Δολοφονίες αγωνιστών

Πολλοί σύντροφοι δολοφονήθηκαν στη φυλακή. Στο Duisburg, ο Emil Mahnert, σύμφωνα με τη μαρτυρία τεσσάρων άλλων κρατουμένων, εκτοξεύτηκε από δύο ορόφους από έναν αστυνομικό βασανιστή. Ο εργάτης Wilhelm Schmitz πέθανε στη φυλακή στις 29 Γενάρη 1944 και οι συνθήκες του θανάτου του δεν έχουν διευκρινιστεί ποτέ σωστά. Ο Ernst Holtznagel στάλθηκε στο περίφημο ποινικό τάγμα 999, όπου σκοτώθηκε. Ο Michael Delissen από το Munchengladbach, ξυλοκοπήθηκε μέχρι θανάτου από τη Γκεστάπο τον Δεκέμβρη του 1936. Ο Anton Rosinke από το Ντίσελντορφ δολοφονήθηκε τον Φλεβάρη του 1937.

Τον Αύγουστο του 1946, ο αναρχοσυνδικαλιστής του Ντίσελντορφ Ernst Binder, έγραψε: “Δεδομένου ότι η μαζική αντίσταση δεν ήταν εφικτή το 1933, τα καλύτερα μέλη του κινήματος έπρεπε να σπαταλούν την ενέργειά τους σε μια απελπιστική εκστρατεία αντάρτικου. Αλλά αν οι εργάτες αντλήσουν από το επώδυνο αυτό πείραμα το δίδαγμα ότι μόνο μια ενωμένη άμυνα στον σωστό χρόνο είναι αποτελεσματική στον αγώνα ενάντια στον φασισμό, οι θυσίες τους δεν θα ήταν μάταιες”.

*Ο τίτλος του κειμένου στην αγγλική γλώσσα είναι: "1921-1944: The crushing of the FAUD by Hitler”. Μπορεί να βρεθεί στους ιστοτόπους των Kate Sharpley Library και libcom.org Μετάφραση: “Ούτε Θεός-Ούτε Αφέντης”.

niederlande / deutschland / Österreich / umwelt / Ökologie / aufruf / petition Tuesday September 17, 2019 08:19 bydie plattform

Am 20. September startet der globale Klimastreik. Der Aufruf von Fridays for Future richtet sich dieses mal nicht nur an Schüler*innen, sondern an “Kolleg*innen und Arbeitgeber*innen, an Eltern und Nachbar*innen, an Lehrer*innen und Wissenschaftler*innen, Sportler*innen und Arbeitssuchende, Kreative und Auszubildende…”

Mittlerweile gibt es auch gefühlt für jeden Gesellschaftsbereich eine “… for Future”-Organisation, die Liste ist lang. Fridays for Future ist unfassbar vielfältig geworden – von der Klimagerechtigkeitsbewegung im Allgemeinen ganz zu schweigen. Diese wächst im deutschsprachigen Raum massiv und baut auf der Erfahrung vorangeganger ökologischer und sozialer Kämpfe auf. Von der Castor-Blockade zu Ende Gelände ist der Weg nicht weit. Die Bewegung erfasst nach und nach große Teile der Gesellschaft und könnte unterschiedlicher nicht sein. Von antikapitalistischen Kräften, die einen radikalen Bruch mit dem bestehenden System anstreben, bis hin zu reinen Wahlkapellen für die Grünen ist alles dabei.

Als Anarchist*innen sehen wir in dieser Entwicklung große Möglichkeiten und Chancen für eine wirkliche Veränderung der Verhältnisse.

Umweltschutz und kapitalistische Wirtschaftsweise stehen in einem unauflösbaren Widerspruch zueinander. Für die Klimakatastrophe sind nicht “wir alle” verantwortlich. Weltweit stoßen allein 100 multinationale Firmen 71% der Treibhausgase aus – Emissionen die jährlich weiter steigen. Während diese Konzerne unsere Atmosphäre in eine Abgasdeponie verwandeln, schaut die Politik aber scheinbar nur zu. Sei 1995 verballern Abgeordnete heiße Luft und Flugzeugkerosin für jährliche Weltklimakonferenzen – in der Bilanz völlig ergebnislos. Wir bewegen uns weiter rapide auf einen Zustand zu, in dem weite Teile unserer Welt in einem Jahrhundert nicht mehr für Menschen bewohnbar sind. Dass es so kommt, ist keine Zwangsläufigkeit. Aber das wird gerade in Kauf genommen. Ob wir es verhindern können, hängt davon ab, was wir hier und heute tun!

Abertausende haben das bereits erkannt – hoffentlich werden Millionen ihnen folgen. Es ist notwendig, dass eine klare antikapitalistische Grundhaltung wesentlicher Teil der aktuell stattfindenden Kämpfe wird und bleibt. Die Klimagerechtigkeitsbewegung muss sich weiter radikalisieren, die Aktionsmethoden müssen sich zuspitzen und über symbolischen Protest hinausgehen. Die Rettung des Klimas bleibt Handarbeit! Wer sich dabei nur auf die Klasse derjenigen verlässt, die von seiner Zerstörung profitieren, wird verlassen bleiben.

Die Bewegung braucht ein Bewusstsein dafür, dass sie in einer Klassengesellschaft handelt. Individueller Konsumverzicht ist keine Lösung für ein gesellschaftliches Problem – allgemeine Steuern oder Verbote, die Lohabhängige, Menschen die sowieso wenig haben, am stärksten treffen werden, sind erst recht keine.

Bisher haben nur globale Wirtschaftskrisen die Co2-Emissionen wirksam reduziert. Es ist an der Zeit, Schluss zu machen mit Wachstums- und Konkurrenzzwang, und stattdessen die Veränderung der Produktionsbedingungen ins Auge zu fassen.

Also: Lasst uns anpacken. Lasst uns daran arbeiten, dass unsere Träume von einer klimagerechten, klassenlosen Gesellschaft Wirklichkeit werden! Der Kapitalismus wird verschwinden – so oder so. Wir haben es heute in der Hand, ihn zu überwinden, bevor er unsere Lebensgrundlagen restlos vernichtet hat.

Auch wir als plattform bringen uns in den Kampf für ein Klima der Gerechtigkeit ein. Wenn du uns dabei unterstützen willst, melde dich unter – kontakt@dieplattform.org.

what do we do, when the climate is under attack?
STAND UP! – FIGHT BACK!

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niederlande / deutschland / Österreich / anarchistische bewegung / interview Tuesday July 30, 2019 18:01 bydie plattform

Wir haben dem re:volt Magazine ein Interview gegeben! Lest mal rein:

Die deutschsprachige anarchistische Bewegung ist fragmentiert und wenig wahrnehmbar. So sehen es zumindest die Aktivist*innen der Plattform. Diese wollen nun eine verbindlichere Organisierung des deutschsprachigen Anarchismus schaffen und führen zu diesem Zweck eine bundesweite Info-Tour durch. Grund genug den Genoss*innen die Möglichkeit zur Vorstellung ihres Konzepts zu geben.

Jan [re:volt]: Hallo liebe Genoss*innen. Stellt doch mal kurz vor, worum es nun bei eurem neuen Projekt geht. Warum muss sich aus eurer Sicht eine anarchistische Bewegung in Deutschland reorganisieren? Warum soll das mit dem Konzept der Plattform [1] geschehen und welche Kritik steht am Gegenwartsanarchismus dahinter?

Die Plattform: Hallo Jan, erstmal vielen Dank für die Möglichkeit des Interviews. Die anarchistische Bewegung im deutschsprachigen Raum muss sich unserer Meinung nach reorganisieren, da es trotz des wachsenden Interesses am Anarchismus in der Bevölkerung keine signifikante Stärkung speziell des organisierten Anarchismus gibt. Parallel dazu gibt es, im Vergleich zu den letzten Jahren, soziale Bewegungen, die Massen auf die Straße bringen.Fridays for Future, die Kämpfe um den Hambacher Forst und generell gegen den Braunkohleabbau, gegen die neuen Polizeigesetze, für eine Seebrücke nach Europa, gegen den Rechtsruck, gegen Gentrifizierung und Verdrängung, oder auch der feministische Streik am 8. März sind nur einige Beispiele. Dennoch schafft es die anarchistische Bewegung nur sehr unzureichend, ein wahrnehmbarer Teil in den meisten dieser Kämpfe zu sein. Das liegt unserer Meinung nach nicht allein an unserer zahlenmäßigen Schwäche, sondern eben auch an zahlreichen Unzulänglichkeiten in der Bewegung selbst. Einerseits ist es nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen, dass große Teil der Menschen, die sich als „Anarchist*innen” bezeichnen, sich nicht dauerhaft organisieren wollen, oder sogar formale Organisierung generell ablehnen. Neben dieser problematischen Haltung dominieren weitere fehlerhafte Konzepte, wie z.B. ein falsch verstandenes Konzept der Autonomie, eine Haltung zur Gesellschaft, die von Isolation und nicht von einem Kampf innerhalb der Gesellschaft geprägt ist, sowie zur Revolution, welche eher einer generellen Aufgabe gleichkommt, als die Zuversicht in die Kraft unserer Ideen. Aus all diesen Aspekten folgt dann eine allgemeine Strategielosigkeit, Beliebigkeit und Profillosigkeit, Unzuverlässigkeit und eine weitgehende öffentliche Unsichtbarkeit, wie schlechte Außenwirkung. In unserem Grundsatzpapier könnt ihr Weiteres dazu finden.

Es geht uns nicht darum, die seit vielen Jahren andauernde positive Entwicklung im deutschsprachigen Anarchismus zu ignorieren. Die anarchosyndikalistische Freie Arbeiter*innen Union ist gewachsen, hat ihr Gewerkschaftsprofil geschärft und schafft es mittlerweile, kleine Arbeitskämpfe zu führen und diese teilweise auch zu gewinnen. Die Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen hat verstreut existierende anarchistische Kleingruppen gesammelt und einen überregionalen Raum des Austauschs geschaffen. Das hat unter anderem dazu geführt, dass anarchistische Gruppenprojekte nun deutlich langlebiger existieren, sowie auf geringem Niveau kontinuierlich arbeiten. Es sind bundesweit in den letzten Jahren neue anarchistische Anlauforte entstanden, welche meist den Anspruch haben, offene Räume für das Viertel, in dem sie angesiedelt sind, zu sein. Wir wollen aus der langsamen, aber kontinuierlichen Aufbauarbeit der letzten Jahre nun eine neue, anspruchsvolle, anarchokommunistische Föderation aufbauen, welche die Bewegung inhaltlich, analytisch, strategisch, und vor allem in der sozialen Einmischung [2] in soziale Kämpfe voran bringt.

Jan [re:volt]: Aus der autonomen Linken kommt ja nun seit einigen Jahren ebenfalls die selbstkritische Feststellung, dass man aus der Subkultur in die gesellschaftliche Auseinandersetzung müsse. Diese Tendenz unterstreicht ihr mit der Orientierung auf eine Neuorganisierung im deutschsprachigen Anarchismus ja nun auch. Wie erklärt ihr es euch, dass die radikale Linke sich trotz der Selbstkritik immer noch praktisch sehr schwer tut, eine Neuausrichtung zu vollziehen?

Die Plattform: Das hat natürlich viele Gründe und Ursachen und es sind, wie du schon angedeutet hast, viele spannende Texte, Analysen und Aufrufe dazu in den vergangenen Jahren erschienen. Ein Kernpunkt ist sicherlich, dass die radikale Linke sich in einer Art „Szenerealität” eingerichtet und gemütlich gemacht hat. Da nun wieder heraus zu kommen, ist unglaublich schwer. Das Sein bestimmt immerhin das Bewusstsein. Wenn also erhebliche Teile der Linken den Großteil ihrer Zeit in Szeneräumlichkeiten verbringen, über Subkultur politisiert wurden und sich noch in dieser bewegen; wenn sie weiterhin recht jung und studentisch geprägt sind, ist es natürlich schwer grundsätzliche Veränderungen zu erreichen. Außerdem fällt es großen Teilen der Linken weiterhin schwer, sich die „Hände schmutzig zu machen“. Ja, diese Gesellschaft ist in Teilen autoritär geprägt und ja, in jeder sozialen Bewegung gibt es viele Akteur*innen mit einer reformistischen bzw. teilweise auch reaktionären „Kapitalismuskritik“, oder anderen aus unserer Perspektive problematischen Ansichten.

Die soziale Revolution erreichen wir aber nur mit einem Großteil der Gesellschaft. Wir erreichen sie nur, wenn wir um jeden Meter kämpfen, wie es zum Beispiel die radikale Linke in Frankreich in der heterogenen „Gelbwesten”-Bewegung tut, die man ja durchaus auch strittig sehen kann. Ob die Einmischung in eine soziale Bewegung dann erfolgreich ist, bleibt die Frage stetiger Analyse. Auch innerhalb der Plattform wird hierzu stets und immer wieder diskutiert werden. Es bleibt notwendig, die Frage nach der Zusammensetzung und den Zielen einer „Bewegung” immer wieder zu stellen und zu evaluieren. In jedem Falle handelt es sich bei der sozialen Einmischung in Bewegungen um eine der Kernstrategien unserer Initiative. Wir betrachten sie als geeignetes Mittel, um aus unserer aktuellen Schwäche heraus zu kommen. Das erklärte Ziel ist, unsere Szenrealität zu überwinden und innerhalb der Gesellschaft so zu wirken, dass wir die Menschen erreichen, statt sie zu verschrecken.

Jan [re:volt]: Der Plattformismus nach Nestor Machnow, auf den ihr euch beruft, wurde ja historisch in der anarchistischen Bewegung auch von führenden Theoretiker*innen der Bewegung immer wieder scharf als „Anarcho-Bolschewismus” diffamiert. In Deutschland ist das Konzept in der Form ja nun auch etwas Neues, da es abseits der anarchosyndikalistischen FAU ja immer nur sehr begrenzte anarchistische Organisierungstendenzen gab. Viele Anarchist*innen finden und fanden sich eher inautonomen Kleingruppen oder Hausprojekten zusammen. Wie sind denn da in der gegenwärtigen Debatte die Rückmeldungen aus der Bewegung auf eure Initiative?

Die Plattform: Aufgrund der historischen aber auch aktuellen Diffamierungen gegen den Plattformismus haben wir eigentlich mit deutlich mehr Gegenwind gerechnet. Natürlich bekommen wir einiges an Kritik ab, aber das meiste ist solidarischer Natur. Generell ist es so, dass unser Ansatz in der anarchistischen Bewegung gerade weite Kreise zieht. Wir haben das bereits im Vorfeld vermutet. Aufgrund des eher kontroversen Vorschlags, aber auch, weil wir ihn sehr ambitioniert und groß angekündigt hatten und in die Debatte bringen. Um so erfreulicher ist es, dass wir neben der vielen, für uns sehr wichtigen, solidarischen Kritik auch unheimlich viel Zuspruch erhalten. Die Allermeisten stimmen mit unserer Kritik an der Bewegung überein, auch wenn sie vielleicht nicht die gleichen Schlüsse daraus ziehen wie wir. Wir haben den Eindruck, dass ein nicht zu unterschätzender Teil der Bewegung genau einen solchen ernsthaften Ansatz, wie wir ihn vorschlagen, herbei gesehnt hat. Wir bewirken schon jetzt, dass es eine breite Diskussion innerhalb der Bewegung gibt und einzelne Genoss*innen, die sich bisher nicht organisiert haben, oder frustriert waren von bisherigen Erfahrungen, nun wieder Hoffnung schöpfen. Für uns ist es eine wirklich großartige Erfahrung, das so mitzuerleben und Teil eines gewissen Aufbruchs zu sein.

Jan [re:volt]: Um eure Idee zu verbreiten, macht ihr ja gerade eine bundesweite Infotour. Habt ihr da bislang den Eindruck, dass eure Idee auch abseits der üblichen anarchistischen Gruppierungen, etwa bei postautonomen Antifa-Gruppen, auf Anklang stößt? Wenn nein, wie erklärt ihr euch das?

Die Plattform: Dieser Effekt ist leider aktuell noch ziemlich begrenzt. Im Vorfeld haben wir uns schon gedacht, dass unser Ansatz auch interessant für z.B. frustrierte Kommunist*innen ist, die einer autoritären Organisierung abschwören wollen, aber bisher keine Alternative für sich gesehen haben. Das ist allerdings bislang noch nicht eingetreten. Die Diskussion läuft wirklich zum Großteil in der anarchistischen Bewegung ab, was sich auch bei den Teilnehmenden der Veranstaltungen niederschlägt. Woran das liegt? Vielleicht einfach generell daran, dass andere Teile der Linken oft Diskussionen und Anregungen, die aus der anarchistischen Bewegung kommen, eher ignorieren oder gar nicht erst mitbekommen. Wir werden sehen, was die Zukunft in dieser Frage bringt, wenn wir Stück für Stück präsenter werden. Ein Beginn ist ja vielleicht dieses Interview?

Jan [re:volt]: Ihr betreibt ja eine recht scharfe Abgrenzung zu anderen Teilen der Linken. Beispielhaft wenn ihr von „autoritären Organisierungen” sprecht. Da dürfte es ja einer breiteren Linken, oder auch „frustrierten Kommunist*innen” schwer fallen, sich bei euch wieder zu finden. Warum eine derart scharfe Abgrenzung? Zieht ihr damit nicht vielleicht unnötig Hürden in möglicher Bündnispolitik oder gegenüber möglichen Interessent*innen?

Die Plattform: Zunächst müssen wir anmerken, dass die Plattform nicht als Massenorganisation konzipiert ist. Uns ist bewusst, dass erhebliche Teile der anarchistischen Bewegung und noch größere Teile der übrigen Linken, sich nicht bei uns wieder finden werden; sondern eben nur ein gewisser Teil, den wir bewusst erreichen und ansprechen wollen. Das sind vor allem Menschen, welche sich in der inhaltlichen, strategischen, organisatorischen und praktischen Linie sehen, die wir aufgemacht haben. Wir ziehen diese „Hürden”, weil wir denken, dass ein einheitliches Vorgehen innerhalb einer Organisierung vor allem über geteilte Grundsätze und gemeinsame Vorstellungen funktioniert. Je breiter ein Ansatz inhaltlich und auf allen anderen Ebenen aufgestellt ist, desto schwieriger wird es werden, eine gemeinsam geteilte Linie oder Grundsätze zu verfolgen. Oder aber der kollektiv getroffene Grundsatz fällt schlussendlich so schwammig und beliebig aus, dass sich alle irgendwie damit abfinden können, aber niemand richtig dafür einstehen will. Wir denken auch, dass ein klares Profil unsererseits eher eine Stärke in der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Bewegungen darstellt. Diejenigen, die sich mit uns freundschaftlich verbunden fühlen, wissen, woran sie bei uns sind. Andersherum gedacht, können wir klare Rahmen und Vorstellungen an eine Zusammenarbeit kommunizieren.

Soweit aber erstmal für unser eigenes Organisierungsverständnis. Wie sieht es nun aber mit der Bündnispolitik aus? Unsere Verbündeten, vor allem außerhalb der anarchistischen Bewegung, werden wir in Zukunft vor allem im praktischen Kampf finden. Unsere Motivation, sich in irgendwelchen linken Einheitsbündnissen den Arsch platt zu sitzen, um dann irgendwann einen für alle Seiten total verwässerten Minimalkonsens zu erreichen, ist relativ gering. Vielmehr werden wir mit allen nicht-autoritären Ansätzen, auf die wir in den sozialen Bewegungen treffen, ehrlich und auf Augenhöhe zusammen kämpfen. Aus solchen praktischen Verbindungen des Kampfes kann sich dann sicherlich durchaus auch mehr ergeben. Denjenigen aber, welche in sozialen Bewegungen agieren, um die „Schafsherde” ihrer jeweiligen Partei oder Organisation zu vergrößern, die versuchen soziale Bewegung in autoritärer Weise zu beeinflussen oder gar zu übernehmen, gilt unser erbitterter Widerstand. Das gilt unabhängig von der Weltanschauung. Leider finden sich im linken Spektrum eine Vielzahl an Gruppierungen und Parteien wieder, welche nicht an der Selbstorganisation der Massen innerhalb der Gesellschaft und der sozialen Bewegungen interessiert sind, sondern an der Unterordnung eben dieser unter ein oftmals obskures Programm der Herrschaft. Wir haben also kein großes Interesse an klassischer Bündnisarbeit. Wir wollen für unsere gemeinsamen Interessen als lohnabhängige Klasse zusammen kämpfen – innerhalb von sozialen Bewegungen, und auch über Unterschiede hinweg.

Jan [re:volt]: Eure Initiative gründet sich ja nun vor dem Hintergrund sich verschärfender gesellschaftlicher Verhältnisse. In eurem Gründungsdokument habt ihr dem gesellschaftlichen Rechtsruck ein eigenes Kapitel gewidmet. In diesem macht ihr unter anderem wachsende soziale Probleme, einen aktivierten Rassismus anhand der Flüchtlingsfrage und auch einen wachsenden Legitimitätsverlust des politischen Systems als mögliche Hauptursachen aus. Welche praktischen Konsequenzen zieht ihr daraus?

Die Plattform: Zum einen formulieren wir eine klare und konkrete Analyse der politischen Ökonomie, die eine Analyse der Weltmarktkonkurrenz und der daraus erwachsenden wirtschaftlichen Ungleichheit einschließt. Wir werden versuchen, diese Analyse einem immer breiteren „Publikum” zukommen zu lassen, um so Bewusstsein für das falsche „Jetzt” und die Klasse, das heißt Klassenbewusstsein zu gewinnen. Das ist für uns eine der Grundvoraussetzungen für gesellschaftliche Veränderung. Der grassierende Rassismus ist aus unserer Sicht da ähnlich zu behandeln. Wer über Klassenbewusstsein verfügt, ist weniger empfänglich für menschenfeindliche Ideologien. Personen, denen grundlegende Systematiken bewusst sind, zeigen sich immunisierter gegen den rassistischen Wahn, gegen die Suche nach „Sündenböcken” in Form von vemeintlich „Fremden” oder „Anderen”.

Der Aspekt des zunehmenden Vertrauensverlusts in das Bestehende wirft unserer Meinung nach zentral die Frage auf: Wendet sich dieser reaktionär oder progressiv? Erstere Wendung gilt es zu bekämpfen, letztere gilt es zu unterstützen. Hierzu zählt zum Beispiel die Unterstützung von konkreten sozialen Kämpfen. Vom Kiez über den Stadtteil, von der Stadt, bis in die Welt. Konkret sind das die Kämpfe von Lohnarbeiter*innen, von Mieter*innen, von Armut Bedrohten oder Betroffenen, oder auch von Menschen, welche von menschenfeindlichen Ideologien, wie Rassismus oder Antisemitismus betroffen sind. Kurzum: „Wir wollen da sein, wo es brennt!”
Anmerkungen:

[1] Eine anarchistische Richtung die sich auf den Text „Organisationsplattform der Allgemeinen Anarchistischen Union” beruft, der 1926 von einer Gruppe russischer Anarchist*innen im Exil veröffentlich wurde. Mit Blick auf die mangelnde Durchsetzungsfähigkeit und organisatorische Schwäche der anarchistischen Bewegung wollte dieser Ansatz eine neue, verbindliche Organisierung der Bewegung erreichen. Grundlage dafür sollten theoretische und praktischer Einheit, kollektiver Verantwortung und eine förderalen Struktur sein.

[2] Der Begriff stammt aus dem Especifismo. einer Richtung des Anarchismus mit Schwerpunkt auf einer „spezifischen, anarchistischen Organisation”. Sie enstand ab 1956 in der „Federación Anarquista Uruguaya” und ist heute ein verbreitetes Organisationsmodell der anarchistischen Bewegung in Lateinamerika. Sie ähnelt dem Plattormismus in vielen Punkten. Ihre zentrale Taktik ist die Soziale Einmischung, die offene Beteiligung von Anarchist*innen an breiten sozialen Bewegungen und Klassenkämpfen. Im Gegensatz etwa zum trotzkistischen Entrismus, geht es nicht darum eine Avantgarde- oder Führungsrolle einzunehmen, sondern im Gegensatz dazu revolutionäre Positionen transparent zu kommunizieren und als Antikörper der Bewegungen gegen autoritäre Vereinnahmung zu dienen.

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